Das Rekordergebnis von der Landtagswahl im vergangenen Oktober konnten die Grünen hier im Kreis noch einmal toppen: „Wir sind zweitstärkste Kraft im Kreis und stellen uns dieser Verantwortung auch“, freut sich Bousonville. Die aktuelle Situation im Kreistag spiegele aber nicht die aktuelle politische Meinung der Bevölkerung wider: „Im Kreistag sind wir mit 8,3 Prozentpunkten aus der Wahl im März 2016 viertstärkste Kraft. Hier muss den anderen Fraktionen klar werden: Der Wind hat sich gedreht. Denn ein Parlament, indem die SPD stärkste Kraft ist, ist nicht mehr der Wählerwille.“ Was auf Bundesebene bemängelt wird, finde sich ebenfalls auch auf Kreisebene wieder: „Die Große Koalition liefert im Kreis keinen entscheidenden Input, keine Ideen für die Zukunft des größten hessischen Landkreises. Innovatives kommt aus den Reihen der Opposition. Mit Änderungsanträgen der Groko wird dann versucht, eine eigene Idee zu suggerieren“, so Bousonville. „Die Fehler auf Bundesebene werden hier eins zu eins wiederholt.“
Das Ergebnis der Europawahl zeige, dass das Thema Klimaschutz für die Wählerinnen und Wähler, vor allem für die Wähler unter 30, immer wichtiger werde: „Es geht jetzt darum, die Klimaschutzpolitik weiter auszubauen und stetig zu verbessern. Mit einem solchen Ergebnis auf Europaebene ist dies möglich.“ Gleich in drei Kommunen können die Grünen die meisten Stimmen auf sich vereinen. Neben Schöneck und Nidderau auch in der eigentlichen Hochburg der Sozialdemokraten, in Gelnhausen: „Dort, wo der jetzige Landrat Thorsten Stolz als SPD Kandidat immer hohe Siege einfuhr und die meisten Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung ein rotes Parteibuch besitzen, stürzen die Genossen auf den dritten Rang ab.“ Besorgniserregend sei der weiterhin hohe Anteil an Stimmen für die AfD: „Wir stellen uns klar gegen jeglichen Populismus und gegen Fremdenfeindlichkeit.“
Die Ergebnisse im Kreis geben Rückenwind für den kommenden Kommunalwahlkampf: „2021 wird der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises neu gewählt. Dann werden auch CDU und SPD im Kreis merken, dass ihre Stillstandstaktik nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt. Denn der Wähler möchte Antworten auf die dringenden Fragen der Zukunft und keine Intransparenz, wie beispielsweise bei der Standortanalyse zur Akademie für Gesundheit und Pflege. Der Wähler hat die bessere Alternative, die Grünen, erkannt. Wir freuen uns, bis dahin weiter aktiv einen zukunftsfähigen Kreis zu gestalten. Auch gegen den Widerstand der Großen Koalition“, so Bousonville abschließend.
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