Kreis und Kommunen verurteilen Tat von Wächtersbach

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Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreisgebiet verurteilen den rassistisch motivierten Angriff auf einen Eritreer in Wächtersbach.

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Der mutmaßliche Täter hatte am Montag (22. Juli) aus einem fahrenden Auto heraus den in Wächtersbach wohnhaften Mann auf offener Straße mit Schüssen schwer verletzt. Landrat Thorsten Stolz (SPD) für den Kreis, Erlensees Bürgermeister Stefan Erb (SPD) als Sprecher der Bürgermeisterkreisversammlung und Wächtersbachs Rathauschef Andreas Weiher sehen „eine Attacke nicht nur gegen einen Einzelnen, sondern willkürlich gegen alles Fremde“.

„Diese Tat ist schrecklich, zunächst mal ganz unabhängig von den Motiven und Hintergründen. Wir hoffen, dass der junge Mann wieder rasch gesund wird und wünschen ihm das Allerbeste“, so Stolz, Erb und Weiher. Sie setzen darauf, dass die Polizei die Hintergründe zügig aufklärt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelte der Täter aus fremdenfeindlichen Motiven heraus. Ein Mordversuch an einem Menschen aufgrund seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder persönlichen Orientierungen sei stets ein Angriff auf eine pluralistische Gesellschaft, halten Stolz, Erb und Weiher fest. „Auf dem Boden des Grundgesetzes leben wir in Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, und diese Errungenschaften verteidigen wir mit allen demokratischen Mitteln. Keine Form von Gewalt, ob nun aus politischen, religiösen oder anderen Motiven, kann ein Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung sein, sie wird in dieser Gesellschaft abgelehnt und strafrechtlich verfolgt“, schreiben sie in der gemeinsamen Mitteilung.

„Wenn sich die Hinweise verdichten, dass der Täter aus rechtsradikaler Weltanschauung heraus und aus Fremdenhass gehandelt hat, dann muss auch das Umfeld beleuchtet werden: Gab es ein breiteres Netzwerk, einen Kreis Gleichgesinnter, der die Tat beförderte?“, so die Politiker aus dem Main-Kinzig-Kreis weiter, zumal auch die vermeintliche Tat eines einzelnen Rechtsextremen gegen den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke durch das Umfeld begünstigt worden sei. „Derlei Strukturen sind brandgefährlich und werden nicht geduldet. Hier muss die Gesellschaft als Ganzes mit ihrem Rechtsstaat klare Kante zeigen“, heißt es in der Erklärung.

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