Thermo Fisher: Konzernspitze soll wieder verhandeln

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Der Kreistag hat sich mit einer Resolution erneut an die Seite der Mitarbeiter von Thermo Fisher Select in Langenselbold gestellt.

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Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass das Unternehmen circa 100 Arbeitsplätze nach Ungarn und Schottland verlagern will, inzwischen sind die Fronten zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretung verhärtet.

Mit der Resolution hat der Kreistag zum inzwischen dritten Mal seine Solidarität mit den betroffenen Mitarbeitern in Langenselbold erklärt. Außerdem wurde die Geschäftsleitung aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Anfang September hatte die Gewerkschaft IG Metall ihre Forderungen für einen Sozialtarifvertrag übergeben, nachdem der Konzern beim Arbeitsgericht die Einsetzung einer Einigungsstelle beantragt hatte. Seitens der Arbeitnehmer werden unter anderem Mindestabfindungen und die Gründung einer Transfergesellschaft gefordert.

„Unmenschlich, was mit den Arbeitnehmern geschieht“, haben die Beschäftigten in Langenselbold aus Sicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schejna nichts falsch gemacht und keine überzogenen Forderungen gestellt. „Thermo Fisher geht es wirtschaftlich gut“, dienen laut Tobias Huth (DIE LINKE) die Verlagerungspläne nur einer Gewinnmaximierung. Für Max Schad (CDU) wird seitens des Unternehmens derzeit versucht, „alles im Unklaren und unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu lassen“.

Die AfD kritisierte, dass sie sich nicht am Resolutionsantrag beteiligen durfte und machte für die Pläne von Thermo Fisher die schlechten Rahmenbedingungen in Deutschland verantwortlich. „Verständlich, wenn Unternehmen dann so handeln“, erklärte Günter Tappen und erntete unter anderem Kritik von Reiner Bousonville: „Totaler Quatsch. Die qualifizierten Mitarbeiter in Langenselbold haben erheblich dazu beigetragen, dass es dieser Firma so gut geht.“

Mit der letztlich einstimmig verabschiedeten Resolution wurde der Kreisausschuss zudem bestärkt, auch bei anderen Unternehmen wie die Vacuumschmelze in Hanau und die WOCO in Bad Soden-Salmünster für einen Erhalt der Arbeitsplätze im Main-Kinzig-Kreis einzutreten.

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