Susanne Simmler (SPD) bleibt Erste Kreisbeigeordnete

Politik

Susanne Simmler (SPD) bleibt Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis

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In der geheimen Abstimmung im Kreistag am Freitag stimmten von der 78 anwesenden Abgeordneten 61 für sie, drei enthielten sich und 14 votierten mit Nein. Landrat Thorsten Stolz (SPD) überreichte ihr direkt im Anschluss die Ernennungsurkunde.

„Sie steht zu ihren Werten, hat immer Haltung und ist stets sachlich“, lobte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Schejna die Arbeit von Simmler in den vergangenen sechs Jahren. Die zweifache Mutter, 1976 in Unterfranken geboren, übernahm 2003 zunächst die Geschäftsführung der SPD Main-Kinzig und übernahm nach Stationen bei der Arbeitsvermittlung und der Wirtschaftsförderung im Jahr 2012 die Geschäftsführung der Breitband Main-Kinzig GmbH. Zwei Jahre später schlug sie der ehemalige Landrat Karl Eyerkaufer (SPD) als neue Erste Kreisbeigeordnete vor, er kam aus diesem Grund auch diesmal zu ihrer „Vertragsverlängerung“.

Damals äußerte die CDU noch Kritik an der Nominierung von Simmler, diesmal sprach der Fraktionsvorsitzende Michael Reul von einer „sachlichen und vertrauensvollen“ Zusammenarbeit. „Die Koalition arbeitet für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis sehr erfolgreich zusammen“, habe Simmler in der derzeitigen SPD/CDU-Koalition erheblichen Anteil daran. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Kolja Saß lobte vor allem die Kompetenzen der neuen und alten Ersten Kreisbeigeordneten als Sozialdezernentin, auch Andreas Müller (DIE LINKE) signalisierte Zustimmung, wenn er sich auch eine etwas fortschrittlichere Große Koalition wünsche. „Sie ist omnipräsent und allgegenwertig. Und nach der Auskreisung sitzt auch weiterhin eine Hanauerin im Kreistag“, frohlockte Bert-Rüdiger Förster (Die Republikaner).

Wasser in den Wein gossen bei der kurzen Aussprache zur Wahl von Simmler allerdings die Grünen: Der Fraktionsvorsitzende Reiner Bousonville lobte zwar ihr Engagement für Amphibienschutz, die Abschaffung von Einwegplastik und ihren Einsatz für den Windkraftausbau. Er sagte aber auch: „Dabei hat sie sich wohlwollend gegenüber der Politik des Landrates und der Bürgermeister abgehoben.“ Seine folgende Bezeichnung „hasenfüßige Haltung“ nahm Landrat Thorsten Stolz (SPD) mit einem Schmunzeln hin, Schejna hingegen ging erneut ans Rednerpult und wies diese Aussage zurück. Bousonville verriet übrigens auch, wie er sich die Zukunft nach der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 vorstellt: Er erwartet dann eine Grün-Rote Koalition.


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