Botschaft: Kein Plastik in die Biotonne

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„Die Botschaft ist klar, kein Plastikmüll in die Biotonne“, sagt Anja Zeller, Sprecherin für Nachhaltigkeit bei der Grünen Kreistagsfraktion.

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Diese besuchte auf Einladung die Kompostierungsanlage in Gründau-Lieblos, um mehr über die dortige Arbeit zu erfahren.

Die Anlage in Gründau wird heute von der Firma VEOLIA im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises betrieben. Im Rahmen der Führung wurde deutlich, dass der viele Plastikmüll in der Biotonne nicht nur die Sortierung, sondern auch die Vermarktung schwierig mache: „Die Fehlraten treiben die Kosten in die Höhe“, betont Zeller. „Die Anlage könnte eigentlich 6000 Tonnen pro Jahr hochwertigen, nährstoffreichen Kompost aus den Sammlungen in der Biotonne und aus Grünschnittsammlungen herstellen. Leider müssen mittlerweile rund 15 Prozent in konventionellen Müllverbrennungsanlagen verwertet oder an Vergärungsanlagen zugeführt werden.“

Grund sei die hohe Anzahl an Fremdstoffen wie Plastik: „Diese rund 900 Tonnen der jährlichen Verwertung stehen damit nicht mehr dem eigentlichen Zweck zur Verfügung, obwohl der Bedarf nach gutem und nährstoffreichem Kompost in der Region kontinuierlich steigt.“ Zwischen 1989 und 1994 wurde von der ersten Rot-Grünen-Koalition im Kreis ein Abfallwirtschaftskonzept vorgelegt: „Dies war richtungsweisend“, erinnert sich Matthias Zach, Kreisbeigeordneter a.D. und damals persönlicher Referent des Abfallwirtschaftsdezernenten Dr. Harald Friedrich. „Mit der Einrichtung von drei von fünf geplanten Kompostierungsanlagen und der Einführung der Biotonne haben wir hessenweit ein Zeichen gesetzt.“ Hier gelte es nun wieder anzuknüpfen.

„Deswegen ist es wichtig, dass der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und die einsammlungspflichtigen Kommunen gemeinsam Anstrengungen unternehmen, die Fehlwürfe in der Biotonne auf Null zu reduzieren“, resümieren Zeller, Zach sowie das Grüne Kreistagsmitglied Gudrun Schmid. „Das ist umso wichtiger, weil die Anlage ein wirkliches Recyling darstellt. Wir werden in der kommenden Kreistagssitzung einen entsprechenden Antrag stellen, damit dieses Problem gelöst wird“, so die Grünen abschließend.

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