Leikert fordert härtere Strafen für Kindesmissbrauch

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Es ist mittlerweile schon eine lieb gewordene Tradition geworden: Auch in diesem Jahr verzichtet Dr. Katja Leikert auf den Versand von Weihnachtskarten. Stattdessen spendet die CDU-Bundestagsabgeordnete 1000 Euro an die Hanauer „Lawine“.

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Die Beratungs- und Präventionsstelle setzt sich für die Betroffenen von sexueller Gewalt ein. Mädchen sowie Jungen bis zwölf Jahre, Mädchen im Teenageralter und Frauen finden hier nach sexuellen Übergriffen Hilfe, Beratung und Therapie. Präventiv ist das vierköpfige Beraterinnenteam z.B. auch an Schulen im Main-Kinzig-Kreis im Einsatz; darüber hinaus bietet die Beratungsstelle Fallbesprechungen und Fortbildungen an. Wie die Mitarbeiterinnen Nadine Chaudhuri und Tina Lutz im Gespräch mit Katja Leikert berichteten, werden pro Jahr ca. 250 Fälle bearbeitet. 

Oft seien es keine Fremden, sondern Menschen aus dem engsten Familienumfeld, die sich an den Betroffenen vergehen. Solche traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, nehme oft Jahre in Anspruch. Auch die juristische Aufarbeitung dauere oft lange und reiße alte Wunden wieder auf. Leider sei es keine Seltenheit, dass Frauen wiederholt Opfer sexueller Gewalt werden. In einigen Fällen ziehe sich der Missbrauch auch durch mehrere Generationen.

Katja Leikert bedankte sich beim Team der Lawine für den engagierten Einsatz. Auch der Gesetzgeber sei sich bewusst, dass Opfer sexueller Gewalt besonderen Schutz benötigen. Die auf Betreiben der CDU-geführten Bundesregierung beschlossene Reform des Opferentschädigungsgesetzes und das neue Sozialgesetzbuch XIV sehen daher schnelle Entschädigungsleistungen explizit auch für alle Fälle des Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen sowie für Betroffene von sexualisierten Gewaltdarstellungen von Kindern und Jugendlichen (Kinderpornografie) vor. 
 
Das könne allerdings erst der Anfang sein. So setzt sich Leikert für härtere Strafen bei Kindesmissbrauch und Kinderpornografie sowie für eine Vorratsdatenspeicherung auf europäischer Ebene ein. „Bis dato schützt unsere Gesetzgebung in einigen Fällen eher die Täter, statt die Opfer. Das ist ein Unding“, wird die CDU-Politikerin deutlich. Ausdrücklich unterstützt die Bundestagsabgeordnete daher auch den nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul. Er hatte gefordert, dass Kindesmissbrauch künftig nicht mehr nur als Vergehen, sondern als Verbrechen eingestuft werden soll. „Insgesamt müssen diese Taten mit einem viel härteren Strafmaß versehen werden. Der Staat hat die Aufgabe, Kinder viel besser zu schützen und diese Form von brutaler Gewalt massiv zu bekämpfen.Kindesmissbrauch und Kinderpornografie sind keine Kavaliersdelikte, sondern eine Straftat, die für die betroffenen Kinder und Jugendlichen dramatische Folgen hat“, betont Leikert.

Foto (von links): Nadine Chaudhuri, Dr. Katja Leikert und Tina Lutz.

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