Gedenkstein gegen Rassismus gefordert

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Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Main-Kinzig fordert ein Denkmal, Gedenkstein oder Ähnliches für die Opfer des Rassismus in Hanau.

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"In Hanau wurden 10 Mitbürger ermordet. Sie hinterlassen Kinder, Freund*innen und Angehörige. Im Anschluss an die rassistischen Taten, die mit Verschwörungsdenken einhergingen, tötete der Rechtsterrorist seine Mutter und sich selbst. Es waren nicht die ersten rechtsterroristischen Morde und es werden leider wohl nicht die letzten sein. Es waren Taten mit einer Ansage. Der Mörder hatte bereits vor mehr als einer Woche mehrere entsprechende Erklärungen auf seiner Webseite veröffentlicht. Der Generalbundesanwalt hat bestätigt, dass bereits ein auf den 6. November datiertes Schreiben des Täters bei der Bundesanwaltschaft einging, in dem er sich rassistisch äußerte. Das Schreiben stimmt zu großen Teilen mit dem Bekennerschreiben überein. Ermittlungen wurden deshalb nicht aufgenommen. Der Täter behielt so seine Waffenbesitzkarte und seine Schusswaffen, die er als registrierter Sportschütze besaß. Wir werden erinnert an das systematische Versagen der Strafverfolgungsbehörden und des Inlandsgeheimdienstes Verfassungsschutz", heißt es in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Den institutionellen Rassismus in Behörden klagen Betroffene seit Jahren an. Geändert hat sich wenig. Den Hintergrund für eine solche Tat bilden auch der thüringische Tabubruch des Herrn Kemmerich, der sich mit den Stimmen von AfD und CDU hat zum Ministerpräsidenten wählen lassen, um, geleitet von der sogenannten Extremismus- oder Hufeisentheorie, einen eher pragmatisch sozialdemokratisch ausgerichteten Regierungschef der Linkspartei zu verhindern. Versagt hat aber auch eine Dominanzgesellschaft, die hoch gespalten ist und sich bisher dem seit Jahrzehnten zu vermerkenden Rechtsdrift nur ungenügend entgegengestellt hat. Es ist mehr als höchste Zeit eine Solidarität von unten mit Migrant*innen, Juden*Jüdinnen und allen zu entwickeln, die nicht in das rechte Weltbild passen. Auf diesem Hintergrund schlagen wir ein Denkmal, Gedenkstein oder Ähnliches für die Opfer des Rassismus in Hanau."

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