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In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 15. Mai 2020 haben die Ausschussmitglieder einstimmig beschlossen, dass das Kreisjugendamt mit dem Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (ZKJF gGmbH) als Leistungserbringer eine Vereinbarung abschließen soll, die Schulsozialarbeit ab dem 1. August 2020 fortzuführen.

Die kreisangehörigen Kommunen und der Landkreis hatten sich auf Initiative des damaligen Jugenddezernenten Dr. André Kavai bereits vor mehr als 10 Jahren entschlossen, Sozialarbeit in Schulen im Rahmen eines gemeinschaftlichen Projekts durchzuführen. Am 1. September 2009 startete das Projekt, das zunächst auf vier Jahre befristet war, an Haupt und Realschulen, integrierten Gesamtschulen sowie an Beruflichen Schulen. Die Kosten teilten sich Städte, Gemeinden und der Landkreis zu jeweils 50 Prozent.

„Die gesellschaftlichen Gegebenheiten und die daraus resultierenden teils schwierigen Lebensverhältnisse in denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, erfordern Maßnahmen, die dabei unterstützen, dass aus jungen Menschen eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten heranwachsen. Familie und Schule sind in der Entwicklung besonders wichtige Lebensorte. Im Main-Kinzig-Kreis hat man früh erkannt, dass Schulsozialarbeit einen wichtigen Baustein in einem Netzwerk an Angeboten zur Erziehung und Bildung darstellt, um Kindern und Jugendlichen mit individuellen Beeinträchtigungen und sozialen Schwierigkeiten frühzeitige und bestmögliche Förderung anbieten zu können. Die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe im Main-Kinzig-Kreis hat sich bewährt und wir begrüßen es sehr, dass sie fortgeführt wird“, macht Uta Böckel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion deutlich.

„Unsere Forderung war damals und ist es auch heute noch, dass das Land die Kosten für Schulsozialarbeit voll übernehmen müsste, schließlich ist Bildung Ländersache und Schulsozialarbeit gehört für uns ohne Wenn und Aber zur Bildung dazu. Aber bis heute sind es die hessischen Kommunen, die diese essentielle Aufgabe im Grunde alleine schultern“, betont Klaus Schejna als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag und Bürgermeister der Gemeinde Rodenbach. Änderungen im Hessischen Kommunalen Haushaltsrecht aus Oktober 2017 zur Folge, werden die Kosten für Schulsozialarbeit seitdem über die Schulumlage von Städten und Gemeinden getragen.

Die Sozialdemokraten gehen sogar einen Schritt weiter und sprechen sich lange Zeit schon grundsätzlich dafür aus, Sozialarbeit bereits an Grundschulen zu implementieren. „Je früher auf soziale Schwierigkeiten und Probleme eingegangen und diesen etwas entgegengesetzt wird, desto leichter ist es, positiv auf die Entwicklung junger Menschen einzuwirken. Langfristig gesehen ist jeder Euro, der hier investiert wird, eine zukunftsgerichtete Anlage für jeden Einzelnen und unsere Gesellschaft im Ganzen“, sind Schejna und Böckel sich sicher.

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