Alle Kinder sollen wieder in die Kindertagesstätten

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„Nach den ersten Rückmeldungen aus den Kinderbetreuungseinrichtungen der kommunalen, kirchlichen und freien Träger liegt die Betreuungsquote ab der nächsten Wochen im Durchschnitt bei 50 bis 60 Prozent. Das sind schon einmal grundsätzlich gute Nachrichten. Das bedeutet aber auch, und das darf man nicht schönreden, dass 40 bis 50 Prozent der Eltern für ihre Kinder eben keine Betreuung erhalten“, berichtet Landrat Thorsten Stolz (SPD). 

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Der Landrat verbindet seine aktuelle Meldung mit einem ausdrücklichen Dank an die Erzieherinnen und Erzieher, die Kita-Leitungen sowie die Hauswirtschafts- und Reinigungskräfte vor Ort. „Was das Personal hier nicht nur im Hinblick auf die Notbetreuungen in den zurückliegenden Wochen geleistet hat, sondern jetzt auch in Vorbereitung auf den eingeschränkten Regelbetrieb, da kann ich nur einfach Danke sagen“, sagt er mit Blick auf die besonderen Herausforderungen. Gleichzeitig fordert der Landrat aber auch, immer unter der Voraussetzung eines weiterhin niedrig verlaufenden Infektionsgeschehens, den fortgesetzten Übergang in einen echten Regelbetrieb für alle und somit die Entlastung der Familien und Eltern. „Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Eltern und Familien sind an der Belastungsgrenze angekommen, bei manchen ist diese bereits auch überschritten.“ Was der Main-Kinzig-Kreis in seinem Einfluss- und Entscheidungsbereich tun könne, das werde der Landkreis tun, um Schritt für Schritt in Richtung echten Regelbetrieb zu gehen.

Gleichzeitig wird sich der Main-Kinzig-Kreis auch weiterhin gegenüber dem Land Hessen - im Sinne der Familien und Eltern - inhaltlich klar positionieren, damit das Land die tragfähigen Rahmenbedingungen dafür schafft. In den zurückliegenden Wochen hatten Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) in seiner Eigenschaft als Jugenddezernent dem Land Hessen konkrete Vorschläge zur Wiederaufnahme der Kinderbetreuung unterbreitet. Über den Hessischen Landkreistag brachten Thorsten Stolz und Winfried Ottmann ihre Punkte bei der Landesregierung ein. Mit der Entscheidung des Landes vorzeitig wieder Kindertagespflege zu erlauben, ist eine dieser Forderungen des Main-Kinzig-Kreises umgehend erfüllt worden.

Darüber hinaus hatte der Main-Kinzig-Kreis dem Land Hessen folgende Punkte vorgeschlagen:
- die Einstellung von Unterstützungspersonal in den Betreuungseinrichtungen, die nicht Fachkräfte sein müssen,
- das Einrichten von Ausweichorten für die Betreuung in kleinen Gruppen in Dorfgemeinschaftshäusern, Bürgerhäusern, Gemeindehäusern und Vereinsheimen,
- eine entsprechende finanzielle Ausstattung der Träger, um die Mehrkosten aufzufangen,
- eine übergangsweise Reduzierung der Betreuungszeiten auf den zwingend notwendigen Bedarf der Eltern.

Der Main-Kinzig-Kreis bedauert es sehr, dass das Land Hessen in seinen äußerst kurzfristig veröffentlichten Empfehlungen zur Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebs nur unzureichend auf die Vorschläge eingegangen sei. Hier sei aus Sicht des Main-Kinzig-Kreises mehr möglich gewesen. Als Jugendhilfeträger hatte sich der Kreis Main-Kinzig-Kreis klar dafür ausgesprochen, allen Familien den Wiedereinstieg in die Kinderbetreuung zu ermöglichen. „Kinder brauchen den Kontakt zu anderen Kindern, das ist wichtig für ihre Entwicklung, ganz unabhängig vom Berufsbild ihrer Eltern“, begründete Jugenddezernent Winfried Ottmann die Forderung. Das Prinzip der Notbetreuung, die einzig bestimmten Berufsgruppen vorbehalten ist, soll beendet werden.

„Wir werden weiter im Sinne der Familien, Kinder und Eltern am Ball bleiben, da die derzeitige Situation im Bereich der Kinderbetreuung völlig unzureichend ist und ich werbe weiterhin für pragmatische und unkonventionelle Lösungen außerhalb der derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen“, erklärt Landrat Thorsten Stolz abschließend.

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