„Handlungsbedarfe in der Altenhilfe ermitteln“

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„Wir setzen stark auf die Mitarbeit derer, denen wir helfen wollen. Wir sind auf ihre fachliche Expertise angewiesen“: Mit diesen Worten hat Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) den Startschuss für die weitere Altenhilfeplanung des Kreises gegeben.

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Bis Ende dieses Jahres will der Kreis, federführend das Team Leben im Alter, ein erstes Teilkonzept für eine aktualisierte Planung vorlegen. Es soll sich stark an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort orientieren und dazu wird das Zutun der Menschen vor Ort benötigt. Konkret werden in einem ersten Schritt drei Städte und Gemeinden zu Pilot-Kommunen. In Jossgrund, Langenselbold und Sinntal will der Main-Kinzig-Kreis rund um den Komplex „Wohnen und Mobilität“ ermitteln, wo sowohl im städtischeren als auch im ländlicheren Bereich des Kreises den älteren Menschen der sprichwörtliche Schuh in diesen Feldern drückt.

„Es gibt eine Vielzahl an Hilfsangeboten, Beratung, Vermittlung oder konkrete Unterstützung. Wir wollen nun in der Tiefe die Bereiche abstecken, auf denen es aus Sicht älterer Menschen noch Bedarf zum Handeln gibt“, erläuterte Susanne Simmler bei der Auftaktveranstaltung zur Altenhilfeplanung im Main-Kinzig-Forum, die man per Livestream übers Internet verfolgen konnte. Flankiert wurde dieser Auftakt von zwei Vorträgen, die dem Publikum das Thema näherbrachte und zugleich das weitere Vorgehen in den nächsten Wochen und Monaten darstellte. Mittels eines Fragenkatalogs sollen sich Interessierte in den drei Pilot-Kommunen beteiligen können. Diesen Fragenkatalog erhalten sie auf der Internetseite des Kreises www.mkk.de unter „Leben im Alter“.

Der Main-Kinzig-Kreis wolle in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden seiner Steuerungsfunktion gerecht werden, hob Sozialdezernentin Susanne Simmler hervor. Daher beschreite man neue Wege, um geänderte Bedarfe und Interessen älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu berücksichtigen. Für die Altenhilfeplanung werden dabei verschiedene Lebensbereiche beleuchtet, darunter eben der Bereich „Wohnen und Mobilität“, zudem „Pflege und Gesundheit“, „Beratung und Vernetzung“ sowie „Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe“. Daraus soll ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept erarbeitet werden. Die Ergebnisse sollen helfen, die Planungen für die nächsten Jahre maßgeschneidert voranzutreiben. Geplant ist für dieses Jahr, zunächst am Modell-Beispiel der drei Kommunen das Handlungsfeld „Wohnen und Mobilität“ voranzubringen. 2021 sollen dann alle Kommunen im Main-Kinzig-Kreis in die Planung einbezogen werden.

Nach der Auftaktveranstaltung im Juni sind weitere Arbeitstreffen geplant, zunächst im Spätsommer jeweils vor Ort in den Kommunen und gegen Ende des Planungsprozesses nochmals in Gelnhausen, um eine Auswertung vorzunehmen. Den Kommunen zur Seite stehen das Team der Abteilung Leben im Alter, zusammen mit der Stabsstelle Sozialplanung sowie zwei erfahrenen Fachleuten aus Hessen, die mit ihrem Expertenblick von außen zusätzliche Impulse für die gemeinschaftliche Planung und Umsetzung vor Ort geben können.

„Wir freuen uns über jeden Hinweis und jeden, der sich aktiv einbringt. So erhalten wir ein vielschichtiges Konzept für die Altenhilfe, und zwar nicht rein darauf ausgerichtet, die Platzzahl in stationären Einrichtungen ausreichend zu erhöhen, sondern vielfältig auf Bedarfe im Alter zu reagieren“, so Simmler. Wer sich in den Pilot-Kommunen einbringen will, kann sich an das jeweilige Rathaus wenden. Bei weiteren Fragen steht auch Irmhild Neidhardt, Leiterin der Abteilung Leben im Alter, unter Telefon 06051 8548079 sowie per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. Das Video der Auftaktveranstaltung mit allen Beiträgen ist auf der Kreisseite www.mkk.de im Bereich „Leben im Alter“ zu finden.

Die Arbeitstreffen in den Kommunen finden in Sinntal-Sterbfritz (Mehrzweckhalle) am 10. September, in Jossgrund-Oberndorf (Bürgersaal) am 14. September und in Langenselbold (Klosterberghalle, Saal Europa) am 18. September jeweils von 17 bis 19 Uhr statt.

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