Regionaler Schlachthof für Hessen gefordert

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Der Hessische Bauernverband und die Fleischerinnung Frankfurt-Darmstadt-Offenbach fordern vor dem Hintergrund der Schließung eines Großschlachthofes in Nordrhein-Westfalen die Schaffung eines kommunalen oder landeseigenen Schlachthofes.

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Der landwirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Heinz Lotz, unterstützt die Forderungen. Die SPD stehe schon seit langem dafür, regionale, kleinteiligere Strukturen aufzubauen, um dem Tierwohl besser gerecht zu werden und den Fehlentwicklungen in der Lebensmittelindustrie entgegenzuwirken.

Lotz sagte dazu am Montag in Wiesbaden: "Durch die aktuelle Situation im ,Tönnies-Skandal' wird den Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder einmal vor Augen geführt, dass auch unsere hessischen Landwirtinnen und Landwirte sich notgedrungen in einer großen Abhängigkeit von Großschlachtbetrieben befinden. Daran trägt die Landesregierung eine gehörige Portion Mitschuld. Die schwarzgrüne Landesregierung und insbesondere die zuständige Grüne Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz, verlieren mehr und mehr an Glaubwürdigkeit im Bereich der regionalen Lebensmittelerzeugung - eine regionale Lebensmittelerzeugung, für die sich insbesondere die Grünen bei jeder sich bietenden Gelegenheit feiern lassen. Es ist ja schön und gut, wenn das Ministerium 17 Millionen Euro pro Jahr im Rahmen eines sogenannten Marktstrukturförderungsprogramms zur Verfügung stellt - und es ist überaus peinlich, wenn dasselbe Ministerium auf Nachfrage nicht mitteilen kann oder will, für welche konkreten Maßnahmen das Geld fließt."

Bei einer Erzeugungsquote von lediglich 20 Prozent des Fleischbedarfs, der in Hessen selbst produziert werde, sei dringend Handlungsbedarf geboten. "Wir brauchen einen überregionalen Schlachtbetrieb in Hessen, der in kommunaler oder landeseigener Hand betrieben wird. Dies wäre auch ein klares Zeichen und Bekenntnis zur Hygiene, zum Tierwohl und zu fairen Arbeitsbedingungen. Wir fordern darüber hinaus von der Landesregierung konkrete Pläne, wie sie kleine, regionale Betriebe stärker im Bereich der regionalen Fleischproduktion unterstützen und fördern will", sagte Lotz.

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