Artenreiches Grünland erhalten und entwickeln

Von links: Katrin Hess (Leitung Amt 70), Karsten Dill (Amt 70), Susanne Simmler (Erste Kreisbeigeordnete), Klaus Schenja (Vorsitzender LPV), Fritz Dänner (Vorsitzender LPV), Simon Kaltenbach und Anika Hensel (LPV) und Eva Deuse-Wodicka (Amt 70).

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes arbeiten ab sofort für den Main-Kinzig-Kreis bei der Entwicklung von artenreichem Grünland in FFH-Gebieten.

Dies haben die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) und die beiden Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes, Klaus Schejna (SPD) und Fritz Dänner, zum Anlass genommen, sich vor Ort ein Bild von den betreffenden Flächen und den geplanten Arbeiten zu machen.

„Wir haben in der Vergangenheit bereits einige gemeinsame Projekte in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband erfolgreich umgesetzt und ich freue mich, dass die Zusammenarbeit im Bereich der FFH-Gebiete nun intensiviert werden kann“, leitete die Erste Kreisbeigeordnete als zuständige Dezernentin den Austausch ein. Die nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union ausgewiesenen Natura-2000-Gebiete mit überwiegendem Grünlandanteil werden betreut von der Abteilung Landwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises. Hier ist seit August 2020 Diplom-Biologin Eva Deuse-Wodicka die neue Ansprechpartnerin.

Ein wichtiges Erhaltungsziel in den FFH-Gebieten ist die Sicherung und Entwicklung der ökologisch wertvollen Lebensraumtypen, was entweder mithilfe von Pflegemitteln des Landes oder durch Nutzungsverträge über Agrar-Umweltmaßnahmen (HALM) sichergestellt werden soll. Alle Vereinbarungen beruhen auf Freiwilligkeit und orientieren sich an den Entwicklungszielen für die verschiedenen Biotope. Das Land Hessen hat eine Richtlinie zur Förderung der Landschaftspflegeverbände erarbeitet, im Rahmen derer auch die Unterstützung der Landratsämter bei der Umsetzung der FFH-Richtlinie in den Natura-2000-Gebieten finanziell gefördert werden kann. Hintergrund dieser Bemühungen des Landes ist ein Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union, das die unzureichende Umsetzung der FFH-Richtlinie – besonders im Grünland – zum Thema hat. „Wir sind froh, dass das Land Hessen endlich die wertvolle Arbeit der Landschaftspflegeverbände anerkennt und mit der neuen Förderrichtlinie die Möglichkeit geschaffen, hat unseren Einsatz und unsere Arbeit im Bereich der Landschaftspflege zu intensivieren“, erklären die beiden Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes Klaus Schejna und Fritz Dänner.

Ziel ist es, mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Main-Kinzig zusätzliche Verträge mit den jeweiligen Bewirtschaftern im Rahmen der Agrar-Umweltmaßnahmen abzuschließen. Für einen geeigneten Vertragsabschluss sind viele Vorarbeiten zu leisten: Der aktuelle Flächenzustand muss ermittelt werden, die Grunddaten- und Maßnahmenplanung des Gebietes werden ausgewertet, die Inhalte des Vertragsabschlusses werden daraus abgeleitet und der Vertragsabschluss vorbereitet. Die Vertragsabschlüsse sind freiwillig und erfordern daher auch zahlreiche Ortstermine und Gespräche mit Landwirten und Nutzern. „Gerade in den Gesprächen mit den Landnutzern sehen wir als Landschaftspflegeverband eine unserer Stärken. Durch die Besetzung im Vorstand aus den Bereichen Kommunen, Naturschutz und Landwirtschaft gelingt es uns, hier die unterschiedlichen Interessenslagen zu bündeln und in der Regel auch zu einem gemeinsamen Weg zu finden“, hebt Klaus Schejna hervor.

Für diese Aufgaben stehen dem LPV mit Simon Kaltenbach und Anika Hensel nun zwei neue Mitarbeiter zur Verfügung. Die Beiden werden zunächst in den FFH-Gebieten „Talauensystem der Bieber und der Kinzig bei Biebergemünd“ und „Bergwiesen bei Züntersbach“ mit der Akquise und Analyse potentieller Flächen beginnen. Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Agrarförderung und der FFH-Maßnahmenplanung der Abteilung Landwirtschaft ausgeführt und das zu bearbeitende Gebiet kontinuierlich erweitert. „Die Unterstützung durch den Landschaftspflegeverband ist ein wertvoller Beitrag für unsere Arbeit. Gemeinsam können wir hier Einiges erreichen. Ich wünsche Ihnen als neue Kollegen und Kolleginnen im Rahmen dieser neuen Kooperation viel Erfolg“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete zum Ende des gemeinsamen Termins.

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