„Der Ausbau der Radinfrastruktur im Main-Kinzig-Kreis ist eines der Ziele der Koalition. Das Radwegenetz dient heute nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern bekommt auch für Berufspendler eine immer größere Bedeutung. Im dicht besiedelten Ballungsraum liegen größere Städte wie Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz oder Offenbach am Main in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander und erzeugen komplexe Pendlerströme. Wichtige Ziele wie Arbeitsplatzstandorte, Wohnquartiere und bedeutende Verkehrsknotenpunkte liegen eng beieinander und sind – entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt – schnell und komfortabel mit dem Fahrrad zu erreichen. Ein Konzept des Ausbaus der Infrastruktur kann deshalb der Ausbau von sogenannten Radschnellwegen sein“, erklären Klaus Schejna, Michael Göllner (beide SPD) und Michael Reul (CDU).

Für die Qualitätsmerkmale eines Radschnellwegs, fehlten laut SPD- und CDU-Kreistagsfraktion noch einheitliche und verbindliche Kriterien. Zur Orientierung für die Planung empfiehlt die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in einem Arbeitspapier umfassende Qualitätsstandards, um dann, dank der hochwertigen Wegequalität von Radschnellwegen, die zügiges Radfahren erlaubt, die Fahrtzeiten um 30 bis 50 Prozent verkürzen zu können.

„Das Fahrrad wird damit für Entfernungen von bis zu 15 Kilometern zu einer attraktiven Option. Zusätzlich werden dadurch die zu Stoßzeiten vollen Straßen, Busse und Bahnen entlastet. Das Land Hessen hat für das Rhein-Main-Gebiet eine Potenzialanalyse erstellt, in der Radschnellwege identifiziert wurden. Als nächster Schritt wird nun durch die Aktivitäten des Regionalverbandes Frankfurt RheinMain die Umsetzbarkeit geprüft und die Umsetzung dieser Wege nimmt entsprechend Fahrt auf“, betonen Michael Göllner und Johannes Heger.

Für den MKK seien die Radschnellwege FRM 7, der die Städte Frankfurt am Main, Maintal und Hanau auf nordmainischer Seite miteinander verbindet sowie der FRM 8, für den bereits im März diesen Jahres eine Absichtserklärung für die Realisierung von den Städten Frankfurt am Main und Offenbach am Main sowie des Landkreises Offenbach und des Regionalverbandes unterzeichnet wurde. „Sollten diese Radschnellwege umgesetzt werden, ist eine Vernetzung dieser Radverkehrsachsen in die Fläche sinnvoll. Deshalb sollte der Kreis dieses Konzept in seine Radwegeplanung mit einbeziehen und entsprechende Verknüpfungsachsen schaffen“, so Klaus Schejna, Michael Göllner und Michael Reul abschließend.

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