Schulbusse: Sicherheitsdienst bleibt, mehr Fahrzeuge im Einsatz

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„Es bedarf keiner Aufforderung Dritter, damit der Schulträger Main-Kinzig-Kreis im Sinne seiner Schulen aktiv wird!“ Mit diesem Eingangsstatement kommentiert der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU) als Schuldezernent die Worte seines Vorgängers Matthias Zach (Grüne), der angesichts der Corona-Pandemie plakativ dazu aufruft, tätig zu werden.

„Die Corona-Pandemie stellt den Main-Kinzig-Kreis, die gesamte Republik und darüber hinaus vor nie zuvor dagewesene Herausforderungen“, so Ottmann weiter. „Es verbietet sich von selbst, diese Herausforderungen für politische Grabenkämpfe zu missbrauchen. Vielmehr gilt es, gesamtgesellschaftlich an einem Strang zu ziehen. Matthias Zach weiß zudem aus vielen Gesprächen mit mir, dass ich seinen Vorschlägen immer offen gegenüberstehe und diese aufgreife, wo immer sie sinnvoll sind.“

Zur Historie: Bereits kurz nachdem die Corona-Pandemie Deutschland erreicht hat, hat der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger die Notwendigkeit einer direkten Kommunikation zwischen allen Beteiligten rund um das Themenfeld Schule erkannt. Bereits seit April finden regelmäßig Gespräche mit dem Interessenverband Hessischer Schulleitungen, dem Kreiselternbeirat, der Kreisschülervertretung, dem Staatlichen Schulamt und allen innerhalb der Kreisverwaltung betroffenen Bereichen statt, um sich gegenseitig zu informieren, auszutauschen und Maßnahmen abzuwägen, wie die Schulen des Main-Kinzig-Kreises sinnvollerweise mit der Corona-Pandemie umgehen sollen.

„Als es nach den Sommerferien zu Problemen bei der Schülerbeförderung kam, habe ich mich mit der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH (KVG) ins Benehmen gesetzt, um kurzfristig für Abhilfe zu sorgen. Das Thema voller Schulbusse nach den Sommerferien ist für alle Schulträger nicht neu. Dass diesem Thema in diesem Jahre angesichts Corona eine besondere Bedeutung beigemessen wird, zeigten zahlreiche Reaktionen von Eltern im ganzen Lande, weshalb einige Schulträger begonnen haben, laut über eine Entzerrung der Schulanfangszeiten nachzudenken. So hat auch der Schulträger Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit dem Schulträger Stadt Hanau bereits Anfang September das Kultusministerium angeschrieben mit der Forderung, den Schulleitungen bei der Gestaltung des Unterrichtsbeginns freie Hand zu lassen. Parallel dazu habe ich als Schuldezernent einen Arbeitskreis Schulanfangszeiten initiiert, in welchem zahlreiche Schulleitungen unter Beteiligung des Staatlichen Schulamtes, der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH, dem Kreiselternbeirat und der Kreisschülervertretung am 24. September – und damit noch vor den Herbstferien – über eine Entzerrung der Schulanfangszeiten nachgedacht haben“, so Kreisbeigeordneter Ottmann.

„Im Ergebnis wurde von der Mehrheit der Arbeitskreisteilnehmer/innen festgehalten, dass eine Entzerrung/Staffelung der Schulanfangszeiten in dem komplexen System Schule in dieser Region nicht als zielführend erachtet wird“, gibt Ottmann das Protokoll der Arbeitskreissitzung wieder. „Vielmehr bestand der mehrheitliche Wunsch, die Schülerbeförderung mit zusätzlichen (Reise-)Bussen zu verstärken. Darüber hinaus wurde aus dem Arbeitskreis heraus der Wunsch artikuliert, die Schülerinnen und Schüler zu befragen, was sie an der Schülerbeförderung derzeit als problematisch ansehen. Aktuell warten wir auf die Rückmeldungen der Schulleitungen zur Erstellung eines Fragebogens, um sobald als möglich eine Umfrage in der Schülerschaft starten zu können“, erläutert Schuldezernent Winfried Ottmann die weitere Planung des Main-Kinzig-Kreises. „Unmittelbar nach Vorliegen der Ergebnisse der Schülerbefragung werden wir zu einer nächsten Arbeitskreissitzung einladen“, so Ottmann weiter.

Nicht unerwähnt lassen möchte der Schuldezernent jedoch, welche Verbesserungen in der Schülerbeförderung bislang auf seine Veranlassung hin bereits nach Ende der Sommerferien gemeinsam mit der KVG erfolgreich umgesetzt werden konnten: Im Rahmen der Corona-bedingten Maßnahmen kommt zur Durchsetzung der Mund-Nasen-Bedeckung seit der Kalenderwoche 37 in Linienbussen ein Sicherheitsdienst zum Einsatz. Die KVG setzt außerdem auf stark frequentierten Linien zusätzliche oder größere Fahrzeuge zur Verstärkung in der Hauptverkehrszeit ein.

Hierzu zählen aktuell folgende Linien und Fahrten im Kreisgebiet:

MKK-97, Linienerweiterung 11:35 Uhr ab Hans-Elm-Schule Altengronau nach Sterbfritz Mittelpunktschule/Kinzigquelle seit 17.08.2020
MKK-31, Fahrtnummer 31008 von Schöneck und Niederdorfelden zur Hohen Landesschule Hanau seit 26.08.2020
MKK-52, Fahrtnummer 52004 von Oberrodenbach zur Kopernikusschule Freigericht seit 28.08.2020
MKK-80, Fahrtnummer 80006 von Bad Orb zur Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster seit 31.08.2020
MKK-81 zwischen Bad Orb und Wächtersbach auf den Hauptfahrten von der Morgenspitze bis Spätnachmittag seit 31.08.2020
MKK-90, Fahrtnummer 901117 von Niederzell über Hohenzell zur Bergwinkelschule ab 03.09.2020
MKK-72, Fahrtnummer 72003 von Neuenschmidten zur Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach ab 08.09.1010
MKK-73, Fahrtnummer 73003 und 73018, Spielberger Platte von und zur Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach ab 08.09.2020
AB-30 von Freigericht Horbach über Linsengericht zum Busbahnhof Gelnhausen, Ankunft 07:23 Uhr ab 08.09.2020
MKK-66, Fahrtnummer 6613 um 6:45 Uhr ab Haingründau Mühlweg zum Schulzentrum Gelnhausen ab 19.10.2020
MKK-25, Fahrtnummer 14 um 7:26 Uhr ab Wachenbuchen Raiffeisenstraße über Hochstadt zum Schulzentrum ab 19.10.2020

Der Arbeitskreis und die KVG stehen in engem Kontakt mit den Schulen und Elternbeiräten. Es werden außerdem regelmäßige Kapazitätsüberprüfungen stattfinden, um bei auftretenden Engpässen gemeinsam Maßnahmen zu erarbeiten und zeitnah umzusetzen.

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