Startschuss für größtes Infrastrukturprojekt in der Geschichte des MKK

Politik

Nächster Schritt beim Breitband-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis: Der Kreistag hat beschlossen, dass nach den bereits verlegten 700 Kilometern Glasfasern nun auch die letzten Meter zwischen Verteilerkasten und Hausanschluss mit diesen schnellen Verbindungen ausgestattet werden. „ FTTB/H“ soll dann zukünftig flächendeckend angeboten werden, „Fibre to the Building/House“ bedeutet, dass zukünftig die derzeitige langsamere Verbindung via Kupferkabel ersetzt wird. „Wir werden mit diesem Ausbau in Hessen wieder spitze sein“, so der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU). Von 120.000 Gebäuden sind demnach 66.000 ausbaufähig.

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Für die Finanzierung will der Kreis Förderprogramme von Bund und Land in Anspruch nehmen, die sich dann mit 50 beziehungsweise 40 Prozent an den Kosten beteiligen. Für den Kreis bleibt damit noch ein Investitionsvolumen von 33,5 Millionen Euro. „Eine gigantisch große Zahl“, ist dieser über 180 Millionen Euro teure Plan laut Ottmann das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Main-Kinzig-Kreises. Die Abwicklung erfolgt über die Breitband Main-Kinzig GmbH, die der ehemalige Landrat Erich Pipa (SPD) im Jahr 2013 auf den Weg gebracht hatte. Gemeinsam mit dem Telekommunikationsanbieter M-net aus Bayern wurde damals begonnen, allen Bürgerinnen und Bürgern einen Internetanschluss mit bis zu 50 MBit/s anzubieten. „Es war ein Projekt, das über den Main-Kinzig-Kreis hinaus Wellen geschlagen hat“, erinnerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Schejna an die Anfangszeiten.

Mit dem Glasfaser direkt ins Haus soll sich diese Geschwindigkeit verdoppeln, laut Ottmann ist das unter anderem bei einer zunehmenden Nutzung von Heimarbeitsplätzen (Homeoffice) unbedingt notwendig. Auch bei den Gewerbetreibenden sei inzwischen ein Umdenken erkennbar, wo beim ursprünglichen Ausbau noch gezögert worden sei, könne es jetzt nicht schnell genug gehen. „Innovativ“, stellte Srita Heide (CDU) die Vorteile in den Vordergrund, die dadurch für viele Unternehmen und Gewerbetreibende im Main-Kinzig-Kreis entstehen.

Der höhere Bedarf an schnellen Interverbindungen hat sich laut Ottmann auch während der Corona-Pandemie gezeigt: Während vorher pro Woche circa 100 neue Abschlüsse verzeichnet worden seien, habe sich dies bereits auf 160 erhöht. Und der Plan ist, dass viele davon auf die schnellere Verbindung wechseln. Daher stehe die Breitband Main-Kinzig GmbH auch unter Zeitdruck: Denn ab 2023 könnten auch Privatunternehmen mit dem Glasfaserkabel-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis beginnen, würden sich dann aber vermutlich auf die lukrativen Regionen konzentrieren.

„Erich Pipa hat damals die richtige Initiative ergriffen“, lobte auch Alexander Noll (FDP) die neuen Pläne, machte aber auch kein Geheimnis daraus, dass seine Fraktion damals einen anderen Weg als über die Breitband Main-Kinzig GmbH gewählt hätte. Dass digitale Formate immer mehr in den Vordergrund rücken, betonte auch Reiner Bousonville (Grüne) und forderte, dass ein bezahlbarer Preis für die Bürgerinnen und Bürger im Blickpunkt bleiben müsse. „Für uns Grüne ist es völlig unstrittig, dass dieser Ausbau erfolgen muss, je schneller, umso besser“, stehe auch die schwarz-grüne Landesregierung für die notwendige Unterstützung bereit. Als „Kern der kommunalen Daseinsvorsorge im 21. Jahrhundert“ bezeichnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Reul den Glasfaseranschluss bis zu jedem Haushalt. Verhindert werde müsse, dass sich ein Unternehmen die Rosinen rauspicke und der Main-Kinzig-Kreis dann den Rest ausbauen müsse. Der Beschluss im Kreistag erfolgte einstimmig.


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