Schulentwicklungsplan: Grüne machen Druck

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„Die bestehende Schullandschaft im Main-Kinzig-Kreis zeichnet sich durch ihre Vielfältigkeit aus“, sagt Jakob Mähler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und schulpolitischer Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion.

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„Dennoch stehen die Schulen im Kreis vor zahlreichen Herausforderungen. Inklusion und Integration, Versorgungslücken vor allem im östlichen und westlichen Kreis oder die Corona-Pandemie mit ihren zahlreichen bürokratischen Hürden und dem stark veränderten Schullalltag werfen Fragen auf, deren Antworten von der hauptamtlichen Politik des Kreises weiterhin auf sich warten lassen.“

Auf diese Herausforderungen könne es von Seiten der Politik nur eine Antwort geben, „nämlich die bestmögliche Unterstützung der Schulen, der Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler. Was in dieser Situation nicht hilft und das Fehlen jeglichen Verständnisses für die schwierige Situation der im Schulbetrieb arbeitenden Personen offenbart, ist das Schaffen von Unsicherheit, ob das bestehende Schulangebot auch zukünftig noch weiter besteht und das Spekulieren mit Möglichkeiten von Seiten der Hauptamtlichen“, so Mähler.

„Für uns gehört zu einem funktionierenden Schulsystem dazu, dass es ein breit gefächertes Angebot gibt.“ Dazu gehören neben klassischen Regelschulen auch Förderschulen und integrierte Gesamtschulen: „Diese bieten die Möglichkeit von zielgerichtetem Lernen und wird von den Lernenden sehr gut angenommen. Eine Umwandlung von integrierten Gesamtschulen lehnen wir ab.“ Auch PuSch, Intensiv- oder Vorklassen seien ein wichtiger Meilenstein für eine differenzierte Schullandschaft: „Wer ein Schulsystem fordert, welches nur aus Grundschule und im Anschluss aus Haupt- und Realschule sowie Gymnasium besteht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.“

Der Schulentwicklungsplan wird der erste inklusive Schulentwicklungsplan sein: „Die Inklusion stellt die Schulpolitik vor viele Herausforderungen, sei es die Frage, welche Förderschulen im Kreis erhalten bleiben, ob genügend Lehrkräfte aus Förderschulen zur Verfügung stehen und wie der erhöhte Betreuungsbedarf an Regelschulen trotz gleichbleibender Schulsozialarbeit im Kreis aufgegangen werden soll.“

Viele Eltern, würden sich für ihre Kinder die intensivere Betreuung in einer Förderschule wünschen: „Wenn der Kreis nur 15,25 Stellen für die Schulsozialarbeit bei über 90 Schulen zur Verfügung stellt und Angebote für bessere und zielgerichtete Förderung abbaut, dann werden die allein gelassen, die tagtäglich vor den Klassen stehen und mit der schwierigen Situation umgehen und spätestens seit der Corona-Pandemie von der Politik viel zu wenig Unterstützung erfahren“, kritisiert Mähler.

Bezeichnend sei beispielsweise, dass die angekündigten Luftfiltergeräte immer noch nicht an den Schulen im Kreis eingetroffen sind: „In der Kreistagssitzung im Juli haben wir als Grüne Fraktion deutlich gemacht, dass wir den Kauf von Luftfiltern als eine Aufgabe des Kreistages erachten, der hier die rechtzeitige Beschaffung überwachen kann.“ Stattdessen hat die Große Koalition den Worten des Landrats vertraut, der versprochen hat, die Geräte in den kommenden Tagen direkt zu bestellen, „mit dem Ergebnis, dass wir nun über zwei Monate später nicht einen einzigen Luftfilter in den Schulen haben“, so Mähler.

Auch der Schulentwicklungsplan lässt weiter auf sich warten: „Nachdem der Schulentwicklungsplan wegen zahlreicher Fehler, beispielsweise der gänzlich fehlenden Betrachtung der Schulentwicklung, Anfang des Jahres zurück in den Bildungsausschuss überwiesen wurde, warten wir seitdem auf eine neue Version“, so der schulpolitische Sprecher: „Dabei haben wir kritisiert, dass das fehlende gymnasiale Angebot im Westkreis damit ausgeglichen werden soll, dass die Realschulklassen an der Kopernikusschule Freigericht reduziert und die Gymnasialklassen erhöht werden sollen. Statt also ein wohnortnahes Angebot zu schaffen, lässt der Kreis die Schülerinnen und Schüler lieber von Bruchköbel oder Nidderau nach Freigericht fahren. Dies ist weder sinnvoll noch für die Schülerinnen und Schüler zumutbar.“

Die Grüne Fraktion fordert den Schuldezernenten auf, bald einen neuen Schulentwicklungsplan vorzulegen: „Wir erwarten dann aber auch, dass die groben Fehler und die lesbare Ratlosigkeit bei wichtigen schulpolitischen Entscheidungen nicht mehr zu finden sind und hoffen stattdessen auf zukunftsfähige Ideen für eine moderne Schulpolitik und nicht nur auf die Beschreibung des Status Quo“, so Mähler abschließend.

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