FDP stellt Fragen zur Corona-Infektionen von Schülern

Politik
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Seit dem 21.09.2021 berichten verschiedene Medien über einen erheblichen COVID-19-Ausbruch im Raum Schlüchtern, von dem weit überwiegend Schülerinnen und Schüler von zehn verschiedenen Schulen betroffen sind.

Hans Konrad Neuroth

Entsprechend der Medienberichte hat dieser Ausbruch seinen Ursprung offensichtlich in (Schul-)Busfahrten. Bis zum 25.09.2021 wurden auf diesen Ausbruch zurückführend 105 Infektionen durch Labore bestätigt.

„Leider reißen die schlechten Nachrichten bezüglich unzureichender Anti-Corona-Maßnahmen für unsere Schülerinnen und Schüler durch den Main-Kinzig-Kreis nicht ab“, zeigt Anke Pfeil, Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag, ihre Besorgnis über die aktuellen Zahlen aus dem Ostkreis und ergänzt: „Bereits vor über einem Jahr hat die FDP die Kreisverwaltung mit Nachdruck vor den Gefahren gewarnt, die sich aus dem uninspirierten Umgang mit dem Flaschenhals in Sachen Corona-Schutz, der Schülerbeförderung, ergeben können. Leider hat man unsere Warnungen ignoriert und nun scheinen unsere Befürchtungen leider tatsächlich eingetreten zu sein.“

Um die Situation besser einschätzen zu können und für alle Betroffenen Transparenz zu schaffen, hat die FDP-Fraktion daher eine ausführliche schriftliche Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt. „Um eine solche massive Ausbreitung in Zukunft zu verhindern und unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu schützen, müssen wir die Ereignisse bestmöglich verstehen können“, erläutert Anke Pfeil die Hintergründe der Anfrage und skizziert diese: „Der Kreistag benötigt gesicherte Zahlen der unmittelbaren Infektionen in den Bussen. Wir müssen nachvollziehen können, wie viele Kinder und Jugendliche in welcher Anzahl und wie häufig die Busse aktuell nutzen und wie diese Zahlen protokolliert werden. Dies ist um so wichtiger, als ein Impfschutz für die Jüngeren nicht zur Verfügung steht und auch ein großer Teil der älteren Schülerinnen und Schüler nicht geimpft ist.“

„Deshalb haben wir die Verwaltung jetzt schriftlich darum gebeten, das Reinigungs- und Desinfektionskonzept sowie weitere Schutzmaßnahmen aufzuzeigen. Wir hoffen auf eine zeitnahe Antwort“, legt der Kreistagsabgeordnete Prof. Joachim Fetzer dar, der bereits vor einem Jahr intelligente ÖPNV-Steuerungsprogramme vorgeschlagen hatte. „In übervollen und dichtgedrängten Schulbussen kann der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden.“

„Bereits vor einem Jahr haben wir umfangreiche Vorschläge für Möglichkeiten der Risikoreduktion aufgezeigt. Leider wurden diese nicht ernst genommen. Wir hoffen sehr, dass nach den aktuellen Geschehnissen nun zeitnah ein Umdenken erfolgt und die Situation in der Schülerbeförderung die Wahrnehmung erhält, die sie benötigt. Der nahende Winter lässt schließlich eine eher noch höhere Frequentierung der Busse und damit ein zunehmendes Risiko für Ansteckungen erwarten “, schließt Pfeil.


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