Ellen Hug und Michael Rautenberg sind Kulturpreisträger

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Der diesjährige Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises geht an die Künstler Ellen Hug (Freigericht) und Michael Rautenberg (Hanau). Den Nachwuchsförderpreis erhält der Musiker Simon Sachs (Gelnhausen). Der Förderverein für das historische Karussell im Stadtpark Hanau Wilhelmsbad bekommt einen Sonderpreis. Einen Ehrenpreis für die Initiierung und Begleitung des Kulturpreises erhält Aloys Lenz aus Großkrotzenburg. Dies hat die Kulturpreisjury in ihrer jüngsten Sitzung entschieden.

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Landrat Thorsten Stolz (SPD) nutzte die Gelegenheit, um den Sparkassen des Main-Kinzig-Kreises, die seit vielen Jahren die Preisgelder für den Kulturpreis stiften, seinen Dank auszusprechen. „In diesem Jahr sind es erneut 15.000 Euro. Unsere drei Sparkassen sind hier einmal mehr verbindliche Partner der Kulturförderung“, sagte Thorsten Stolz. Er begrüßte zu dieser Sitzung die neuen Mitglieder der Kulturpreisjury, die sich nach den Kommunalwahlen im Frühjahr neu konstituierte. Einstimmung wurde die Künstlerin und seit zehn Jahren Jury-Mitglied, Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce (INK), zur Vorsitzenden der Jury gewählt.

Insgesamt 21 Vorschläge hatten die Mitglieder der Kulturpreisjury in diesem Jahr auszuwerten. Am Ende der ausführlichen Beratungen konnte Landrat Thorsten Stolz das Votum des Gremiums mitteilen: „Mit den ausgewählten Personen haben wir auch in diesem Jahr wieder würdige Preisträger und Preisträgerinnen der seit 1977 jährlich vergebenen Auszeichnung finden können“, fasste er seine Eindrücke zusammen und dankte den Anwesenden für deren Arbeit in diesem Gremium. Ellen Hug wurde 1948 in Frankfurt am Main geboren und lebt seit vielen Jahren in Freigericht. Ihre Kindheit und viele Lebensjahre verbrachte sie auf dem afrikanischen Kontinent, dabei war der starke visuelle Reiz, der von der afrikanischen Landschaft und dem entsprechenden Licht ausgeht, grundlegend dafür, ihre Begabung und ihren Hang zur bildenden Kunst in bildnerische Prozesse umzusetzen. Mit der Kunst kam die gelernte Bauzeichnerin und Absolventin einer Modeschule in Kapstadt erst 1980 in Berührung. Zunächst lebte sie ihre künstlerische Seite in der Aquarell- und Acrylmalerei aus. Seit einigen Jahren spielt selbstgeschöpftes Papier eine große Rolle in ihrem Schaffensprozess, bei dem vielbeachtete plastische Papierarbeiten entstehen. Sie ist Mitglied verschiedener Künstlervereinigungen. Im Main-Kinzig-Kreis hat Ellen Hug an vielen Orten Ausstellungen mit ihrer Kunst bereichert, die auch weit über die Region hinaus große Beachtung finden.

Der Hanauer Comiczeichner und Illustrator Michael Rautenberg (Rautie genannt) wurde 1968 in Hanau geboren. Nach seiner Ausbildung zum Werbekaufmann machte er sich einen Namen mit Fassaden- und Busgestaltungen. Er gilt als Allrounder und bekannter Comic-Zeichner, Grafiker, Illustrator, Trickfilmer, DJ und Dozent von Zeichenkursen für Kinder und Jugendliche. Seine Werke werden gern als „Sprache ohne Worte“ bezeichnet und sind im  Straßenraum von Hanau präsent. Mit seinen Comics hat er sich auch weit über den Main-Kinzig-Kreis hinaus einen Namen gemacht. Außerdem veröffentlicht „Rautie“ zahlreiche Postkarten mit unterschiedlichen Motiven sowie Buttons und zeichnet Gemälde, designt T-Shirts, Rucksäcke, Frühstücksbrettchen und Apfelwein-Bembel.

Der 25-jährige Simon Sachs, bekannt unter dem Künstlernamen Simon Jela, lebt heute in Gelnhausen, stammt aber aus Jossgrund. Die Grundlagen für das Interesse an Musik legte die Plattensammlung seines Vaters und seine musikbegeisterte Familie. Noch heute machen sie zusammen Musik. Früh begeisterte er mit Songs, die er coverte. Er spielt Gitarre und hatte Schlagzeug- und Gesangunterricht. Schon seit seiner Kindheit singt er, ob im Chor der Jossatalschule oder in der Schülerband des Beruflichen Gymnasiums Gelnhausen. Seine Popballaden sind eigene Kompositionen und auch die Texte stammen aus seiner Feder. Diese nahm er gemeinsam mit seiner Band auf und drehte dazu stimmige Videoclips, bei denen ihm als Background unter anderem das Senckenberg-Museum oder die Landschaft des Ronneburger Hügellandes diente. Über diverse Medien (YouTube, Instagram und Radiosender) erreichen diese ein großes Publikum. Online-Musikkritiker bezeichnen ihn als „Pop-Newcomer“.

Der Sonderpreis der Jury geht in diesem Jahr an den Förderverein für das historische Karussell im Stadtpark Hanau-Wilhelmsbad. Der seit 1998 bestehende Verein unter Vorsitz von Stefan Bahn hat sich der Erhaltung des in seiner Konstruktion weltweit einzigartigen Karussells verschrieben. Es wurde in dieser Zeit nicht nur die historisch gerechte Restaurierung dieses Kleinods mit seinen Pferden und Kutschen erreicht, sondern auch die Aufnahme des Fahrbetriebs. Dabei zählt das stetige Akquirieren von Spendengeldern zu den Hauptaufgaben des Fördervereins. Dies gelingt hervorragend durch die Initiierung und Organisation von Festen und Veranstaltungen. Die Begeisterung für diese besondere Attraktion ist groß. Seitdem im Sommer 2016 die Restaurierung abgeschlossen werden konnte, haben mehr als 25.000 Gäste ihre Runden in dem Karussell gedreht. Das Angebot ist so beliebt, dass es eine große Strahlkraft entwickelt hat, die über Hanau und den Main-Kinzig-Kreis hinausgeht.

Mit der Ehrung von Aloys Lenz geht die Jury in diesem Jahr einen besonderen Weg. Für seine langjährigen Verdienste um den Kulturpreis erhält er einen Ehrenpreis. Aloys Lenz gilt als „Vater“ des Kulturpreises. Seine Verdienste um diesen Preis sind unbestritten und nicht nur die Kulturpreisträger und Kulturpreisträgerinnen, sondern die gesamte Kulturszene im Main-Kinzig-Kreis ist ihm für sein großes Engagement dankbar. 1977 führte er den Kulturpreis per Kreistagsbeschluss herbei und sicherte wenig später die Finanzierung durch die heimischen Sparkassen. Er war mehr als 40 Jahre lang Mitglied der Kulturpreisjury und viele Jahre davon als Vorsitzender. Die feierliche Verleihung der Kulturpreise findet am Freitag, 3. Dezember, um 19 Uhr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen statt.

Foto: Die Künstlerin Ellen Hug erhält den diesjährigen Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises.
Foto: Der Comiczeichner und Illustrator Michael Rautenberg ist einer der beiden Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises.



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