"Mai Più fascismi - nie wieder Faschismus!"

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Nachdem im Rahmen einer Demonstration von Kritikern der Corona-Maßnahmen italienische Neofaschisten das nationale Büro der größten Gewerkschaft CGIL in Rom gestürmt und verwüstet haben, gab es in ganz Italien und verschiedenen europäischen Ländern Solidaritätsaktionen und antifaschistische Proteste.

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Auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-bdA) hat sich mit einer deutlichen Stellungnahme zu Wort gemeldet. Darin hieß es: „Dieser Übergriff war kein Ausdruck der Unzufriedenheit der Bürger mit den Corona-Maßnahmen, sondern das Sinnbild der Strategie der Parteien Fratelli d’Italia, Forza Nuova und anderer Neofaschisten, die auch mit Gewalt versuchen, den Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters in Rom zu beeinflussen. Es erinnert an die „Biennio nero“, als die Mussolini-Schwarzhemden gewalttätig die Arbeiterkämpfe und ihre Organisationen im Interesse der Unternehmer angriffen und damit die Voraussetzungen zur Errichtung der faschistischen Herrschaft schufen.“ Und die FIR drückte ihre Überzeugung aus, „dass das in Italien entstandene breite antifaschistische Bündnis im gemeinsamen Protest gegen diese neofaschistische Provokation und in der Verteidigung der antifaschistischen Werte der Verfassung seine Wirksamkeit entfalten wird.“

Und tatsächlich demonstrierten allein in Rom etwa 200.000 Menschen – aufgerufen von allen großen Gewerkschaften – gegen den gewalttätigen Faschismus. Und die Demonstranten vergaßen an diesem Tag auch nicht, dass der 16. Oktober 1943 der Tag war, an dem die deutschen Besatzungstruppen zusammen mit italienischen Faschisten eine Razzia im jüdischen Viertel durchführten und 1024 Menschen in Eisenbahnwagen gepfercht nach Auschwitz deportierten. Nur 16 Überlebende kehrten in ihre Heimatstadt zurück. Alle anderen starben schon auf dem Weg ins Vernichtungslager oder wurden dort umgebracht. Daran erinnerten praktisch alle Redner auf dem Kundgebungsplatz San Giovanni, und immer wieder ertönte der Ruf „Nie wieder!“.

Der Vorsitzende der CGIL, Maurizio Landini erklärte unter großem Beifall: „Eine antifaschistische Kundgebung ist keine Kundgebung gegen irgendjemanden. Es ist eine Kundgebung für alle, egal ob sie mit uns einverstanden sind oder nicht. Es ist eine Kundgebung für die Demokratie, für unsere Verfassung, die nur möglich war, weil wir den Faschismus bekämpft und besiegt haben.“ Nun sei es an der Zeit, der rechten Gewalt Einhalt zu gebieten. „Neofaschistische Gruppen müssen verboten werden, und zwar sofort.“ Gleichzeitig betonte er, dieser Angriff auf CGIL, sei ein Angriff auf alle Gewerkschaften, auf alle Arbeitnehmer und nicht nur in Italien.“

So sahen es auch die Antifaschisten und Gewerkschafter, die in Brüssel vor dem Europäischen Parlament oder in verschiedenen anderen europäischen Städten in den Auslandsvertretungen italienischer Gewerkschaften an diesem Tag ihre Solidarität bekundeten. Die VVN-BdA ist solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen der angegriffenen Gewerkschaft und mit allen Antifaschisten und Demokraten in Italien. Dass die italienischen Gewerkschaften mit den Ideen des Antifaschismus eng verbunden sind, zeigte sich auch daran, dass zum Abschluss der Großkundgebung in Rom, aber auch bei der Kundgebung in Brüssel vieltausendfach das Lied „bella chiao“ – die Hymne der italienischen Resistenza – gesungen wurde.



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