Beim Hochwasserschutz müssen alle Räder ineinander greifen

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Dem Thema Hochwasserschutz wird nicht erst seit den furchtbaren Überschwemmungsbildern aus dem Ahrthal auch im Main-Kinzig-Kreis große Bedeutung beigemessen.

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Dabei hängt in der heimischen Region ein erfolgreicher Hochwasserschutz maßgeblich von der wirksamen Regulierung der Kinzig ab. Neben der Kinzigtalsperre bei Ahl spielen dabei die drei geplanten Hochwasserrückhaltebecken an der Salz, der Bracht sowie am Fallbach (geplanter Standort zwischen Erlensee, Neuberg und Langenselbold) eine entscheidende Rolle.

Bei einem Besuch informierte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Max Schad bei Holger Scheffler, Geschäftsführer des Wasserverbandes Kinzig, insbesondere über das geplante Vorhaben am Fallbach, das unmittelbare Auswirkungen auf die Nachbarkommunen in seinem Wahlkreis haben wird und auf das der Wasserverband aufgrund des möglichen Gefahrenpotenzials insbesondere zwischen Langenselbold, Erlensee und Neuberg ein besonderes Augenmerk legt.

Jetzt liegt das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie vor. Anhand von Kriterien wie der technischen Machbarkeit, der Wirtschaftlichkeit sowie genehmigungsrelevanten Aspekten (Umwelt, Eigentum) wurden mehrere Standorte geprüft und schließlich der Bereich oberhalb der Blinkenmühle in der Gemarkung Langenselbold als Vorzugsstandort ausgemacht. Der Entwurf sieht vor, dass dort auf einer Dammlänge von circa 280 Metern und einer Dammhöhe von maximal 5,5 Metern bei vier Metern Wassertiefe und 1,5 Metern Freibord ein Trockenbecken entsteht. Die Einstaufläche umfasst beachtliche 12,6 Hektar; das Einstauvolumen liegt bei 236.000 Kubikmetern. Momentan wird der Bereich u.a. als landwirtschaftliche Fläche  genutzt. Wie Scheffler berichtete, kann durch die Realisierung dieser Maßnahme der Hochwasserschutz in Erlensee, Bruchköbel und Hanau ganz erheblich erhöht werden.

Scheffler betonte zudem, dass die Auswirkungen auf die Umwelt bei der Realisierung des Hochwasserrückhaltebeckens miniminiert werden sollen. Durch geschickte Anpassung in die Natur soll das Bauwerk kaum wahrnehmbar sein; ein großer Sicherheitsabstand zum nächsten Siedlungsbereich bleibt gewahrt. Im Falle eines 100-jährigen Hochwassers würden so im Hanauer Land im Ernstfall rund 3000 Menschen geschützt. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Abstimmung mit den Nachbargemeinden und den Eigentümern ist der Baubeginn für Ende 2025 vorgesehen. Ende 2026/Anfang 2027 könnte das Bauwerk dann fertiggestellt sein.

„Nicht zuletzt die Bilder aus der Eifel, aber auch die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren hier vor Ort im Main-Kinzig-Kreis, wo es immer wieder zu Überschwemmungen gekommen ist, haben uns gezeigt, dass wir das Thema Hochwasserschutz sehr ernst nehmen müssen. Darum ist es richtig, dass der Wasserverband Kinzig hier systematisch plant, um dann mit Hilfe finanzieller Mittel des Landes Hessen zu investieren. Nun geht es darum, dass die Planungen vorankommen, damit mit der Umsetzung des Bauvorhabens möglichst schnell begonnen werden kann“, betonte Max Schad, der sich bei Holger Scheffler für die Informationen aus erster Hand bedankte und diese mit in die politische Diskussion nach Wiesbaden nehmen will.



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