Landwirtschaftlichen Boden besonders schützen

Politik
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Der Flächenverbrauch im Rhein-Main-Gebiet, in der Wetterau und im Main-Kinzig-Kreis soll deutlich stärker als bisher eingedämmt und landwirtschaftlicher Boden besonders geschützt werden.

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Dieses Ziel vertreten die GRÜNEN seit Jahren und haben das durch Anträge im Kreistag und in einigen Gemeindeparlamenten immer wieder gefordert. Auf der Landesmitgliederversammlung (LMV) wurde ein Antrag, den die Kreisverbände aus Main-Kinzig, Groß-Gerau und Wetterau eingebracht hatten und der von Mitgliedern der Landtagsfraktion ergänzt wurde, mit großer Mehrheit angenommen.

„Unsere Regionen werden von übergeordneten Verbänden nach Entwicklungsachsen beplant, nicht beachtend, welche Güte und Qualität der Boden hat. Jahrtausendealte, teilweise sehr tiefgründige Lößböden, werden versiegelt. Eine etwaige spätere Entsiegelung bringt ihre Fruchtbarkeit für Generationen nicht mehr zurück“, so Irmgard Beck, Grünenmitglied im Parlament der Gemeinde Hammersbach sowie Vertreterin ihrer Kommune im Regionalverband Frankfurt RheinMain in ihrem Redebeitrage der LMV.

Flächenschutz brauchen wir nicht nur für Natur-, Artenschutz und die Landwirtschaft. Boden hat Filter- und Klimafunktion und ist Wasserspeicher. Er kann also dabei helfen, Kohlenstoff zu binden, Schadstoffe abzubauen, Grundwasser sauber zu halten, Starkregen aufzunehmen und Temperaturen auszugleichen, wenn er intakt ist. Nichts davon aber, wenn er versiegelt wurde. Noch immer werden in Hessen 2,6 Hektar Boden versiegelt, jeden Tag! Dem Ziel des Landesentwicklungsplans (2 Hektar pro Tag) kommt man damit näher. Aber da lebendiger Boden für den Klimaschutz wichtig ist und Lebensmittel aus der Region kommen sollten, halten die GRÜNEN dieses Ziel für nicht mehr zeitgemäß.

Im Beschluss der Landespartei heißt es daher nun: Bis 2030 soll der durchschnittliche Flächenverbrauch in Hessen nur noch 1 ha pro Tag betragen. Nach 2030 soll die Versiegelung schrittweise auf Netto Null gesenkt werden. Auch auf Bundesebene wollen sich die hessischen GRÜNEN für die Absenkung des nationalen Flächenverbrauches einsetzen und gemeinsam an wirksamen Strategien und Förderprogrammen zur Erreichung des Netto-Null-Ziels arbeiten.

Die Ansiedlung von Logistikzentren in unseren Landkreisen ist die Vernichtung bester Böden. Viel nachhaltiger wären regionale Wirtschaftskreisläufe, von denen auch ländliche Räume und kleinere, handwerkliche Unternehmen etwas haben. Bodenschutz wird vor Ort gemacht. Dazu liefert der Beschluss der Hessischen GRÜNEN eine gute Grundlage, aus dem nun Taten werden müssen.



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