237 Kilometer Kreisstraßen durchziehen den Main-Kinzig-Kreis. „Es ist unsere Aufgabe, dieses kommunale Vermögen zu erhalten“, unterstreicht Kreisbeigeordneter Matthias Zach.
237 Kilometer Kreisstraßen durchziehen den Main-Kinzig-Kreis. „Es ist unsere Aufgabe, dieses kommunale Vermögen zu erhalten“, unterstreicht Kreisbeigeordneter Matthias Zach.
Seit jeher investiert der Kreis in den Erhalt und Ausbau der Kreisstraßen. „Dass es uns mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Finanzmittel schwer fällt, allen Wünschen und Ansprüchen gerecht zu werden, ist klar“, sagt Matthias Zach mit Blick auf den Rettungsschirm und der Tatsache, dass das Land Hessen im vergangenen Jahr die Zuschüsse nach dem Finanzausgleichsgesetz komplett eingestellt hat. „Das macht unsere Aufgabe nicht leichter“, kritisiert der Kreisbeigeordnete.
In einem Gespräch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie den Bauamtsleiterinnen und –leitern stellten Matthias Zach und seine Fachleute aus dem zuständigen Amt für Schulwesen, Bau- und Liegenschaftsverwaltung die Projekte für das Jahr 2013 vor. Die mit Abstand größte Baustelle in diesem Jahr ist die Beseitigung des Bahnüberganges in Hasselroth-Niedermittlau. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro und wird zu je einem Drittel von der Deutschen Bahn, dem Bund und dem Main-Kinzig-Kreis finanziert. „Im Moment gehen wir davon aus, dass mit den Arbeiten nach den Sommerferien begonnen wird“, erläuterte Zach. Die vorbereitenden Rodungen seien bereits in den Monaten Januar und Februar erfolgt. Die Arbeiten werden rund drei Jahre dauern. Weitere Projekte des Kreises in diesem Jahr sind die grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 957 zwischen Steinau-Uerzell und Hintersteinau. Der dritte Bauabschnitt der Sanierung kostet 700.000 Euro. Weiterhin wird in einem zweiten Bauabschnitt die Kreisstraße 894 zwischen Linsengericht-Eidengesäß und Biebergemünd-Breitenborn die Straßendecke erneuert. „Diese Sanierung schlägt mit 310.000 Euro zu Buche“, erläuterte der Kreisbeigeordnete.
Der Kreis zahlt außerdem jährlich rund 850.000 Euro für die Unterhaltung und Verkehrssicherheit der Kreisstraßen an das Land Hessen. Die Straßenmeistereien in Bruchköbel, Wächtersbach und Sterbfritz übernehmen dafür den kompletten Winterdienst, beseitigen verkehrsgefährdende Schäden an Fahrbahnen, übernehmen kleinere Ausbesserungsarbeiten, sorgen für die Verkehrssicherheit, die Straßenreinigung und vieles mehr. „Dazu gehört auch die Beseitigung der Schlaglöcher. Diese werden zunächst provisorisch geschlossen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. „Die endgültige Reparatur erfolgt dann, sobald es die Wetterlage zu lässt“, berichtet Zach. Für den baulichen Erhalt der Kreisstraßen haben die Fachleute nach Inaugenscheinnahme Materialkosten in Höhe von 250.000 Euro ermittelt, die zusätzlich zu der Pauschale als Materialkosten an das Land Hessen gezahlt werden. Auch diese Arbeiten werden in Angriff genommen, sobald es die Witterung zulässt.
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