Umweltbildung, Tierwohl und Landwirtschaft

Politik
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„Wir möchten im kommenden Haushalt Schwerpunkte im Bereich Umweltbildung, Tierwohl und Landwirtschaft setzen“, erläutert Rainer Vogel, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion drei der zehn Anträge seiner Fraktion zur kommenden Kreistagssitzung.

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„Wir möchten dies durch Initiativen im Bereich des Veterinäramtes erreichen, aber auch durch eine Erhöhung der Mittel für das ‚Lernfeld Landwirtschaft‘ und einer Machbarkeitsstudie für eine regionale Schlachtstätte.“

Das „Lernfeld Landwirtschaft“ sorge dafür, dass Schulgruppen und Vorschulgruppen Einblicke in die Produktion ihrer Lebensmittel durch Besuche auf landwirtschaftlichen Betrieben im MKK erhalten: „Diese Ernährungs- und Umweltbildung ist bereits in den frühen Kinderjahren wichtig, um ein Bewusstsein für den Ursprung von regional erzeugten Lebensmitteln und die dahinterstehende Arbeit zu erlangen“, so Vogel. Denn die Erzeugung von regionalen und hochwertigen Lebensmitteln müsse wieder in die den Vordergrund gerückt werden. „Die vorgesehenen Haushaltsmittel sind für eine breite Information der Schüler*innen und Jugendlichen nicht ausreichend. Wir fordern deswegen, diese um 20.000 Euro ab dem Haushalt 2022 zu erhöhen. Dies ermöglicht rund 150 Hofbesuche mehr pro Jahr.“ Zusätzlich solle der Kreis „durch eine Öffentlichkeitskampagne, zum Beispiel im Rahmen der Ökomodellregion, die wichtige Arbeit der Landwirt*innen mehr in den Fokus rücken.“

In der vergangenen Kreistagssitzung hat der Main-Kinzig-Kreis beschlossen, einen Runden Tisch zum Thema „Regionale Schlachtung“ einzurichten: „Nach der Schließung der Schlachtstätte in Büdingen ist eine zentrale Schlachtstätte für die Metzger*innen und Direktvermarkter*innen aus dem Main-Kinzig-Kreis weggefallen.“ Dadurch erhöhe sich der Transportweg von Schlachttieren enorm: „Auch die Möglichkeit der Entladung bei Tiertransportkontrollen, beispielsweise nach Kontrollen auf der Autobahn, entfällt gänzlich“, so der landwirtschaftspolitische Sprecher. Mit einer Anfrage hat die Kreistagsfraktion bereits auf das Problem deutlich gemacht: „Wir fordern deswegen, dass der Kreis die notwendigen Mittel zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie in den Haushalt einstellt und somit prüft, ob und unter welchen Maßnahmen ein regionaler Schlachthof betrieben werden kann.“ Dabei sei der Erhalt oder der Neubau einer gemeinsamen Schlachtstätte der Ökomodellregionen Main-Kinzig und Wetterau zu prüfen. Gleichzeitig fordern die Grünen, dass der Runde Tisch schnellstmöglich einberufen wird und auch einen Bericht im Ausschuss für Landwirtschaft gibt: „Dieses Problem muss zeitnah angegangen werden.“

Neben der notwendigen Bildungsarbeit und einer regionalen Schlachtstätte gehören zum Tierwohl auch die notwendigen Kontrollen von Seiten des Veterinäramtes: „Aktuell werden von dem notwendigen Soll an Kontrollen in diesem Bereich laut dem Regierungspräsidium Darmstadt nur rund 32 Prozent erfüllt“, so Vogel. Eine neue Kontrollverordnung der EU würde die Kontrollerfordernisse noch weiter ausweiten, gleichzeitig gebe es im Veterinäramt eine personelle Unterbesetzung „Eine vollständige Personalstärke wird frühstens Ende 2022 erreicht werden. Auf Grund des fehlenden Personals und des gestiegenen Kontrollbedarfs fordern wir deswegen, im Bereich der Tieraufseher*innen zwei zusätzliche Stellen für 2022 zu schaffen: „Damit soll der Erfüllungsgrad bei den Kontrollen weiter erhöht werden“, so Vogel abschließend.



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