Wasserförderung: Freie Wähler fordern bessere Informationen

Politik
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Zu einem Informationsgespräch haben sich in der vergangenen Woche Vertreter der Freien Wähler Main-Kinzig mit dem Geschäftsführer des Wasserverbandes Kinzig, Holger Scheffler, und dem wissenschaftlichen Berater der Schutzgemeinschaft Vogelsberg e.V., Dr. Hans-Otto Wack, beim Wasserverband Kinzig in Wächtersbach-Neudorf getroffen.

wasservfeiwa az

Nach Bekanntwerden des Antrages des Wasserverbandes auf weitere Genehmigung der Wasserförderung in den Kommunen Brachttal und Birstein, den dieser beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt hat, waren die Wogen in der Bevölkerung hochgeschlagen. In Dringlichkeitsanträgen hatten die Freien Wähler sowohl in der Gemeindevertretung Birstein wie auch im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises, Bürgermeister und Landrat beauftragt, mögliche Bedenken aus der Bevölkerung zur Neuerteilung der Wasserförderung aufzunehmen, sachlich zu prüfen und dem Regierungspräsidium mitzuteilen. Das nun wahrgenommene Gespräch mit dem Wasserverband Kinzig diente den Freien Wählern zum Informationsaustausch und zur weiteren Versachlichung des emotional aufgeladenen Themas.

"Für die Freien Wähler Main-Kinzig wie auch für Herrn Scheffler steht fest, dass es immer besser ist, sachlich miteinander statt emotional übereinander zu reden. Herr Scheffler stellte den Anwesenden die einzelnen hydrogeologischen Parameter vor, welche am Ende die Grundlage für den Antrag bildeten. Herr Dr. Wack erläuterte den Freien Wählern, dass die Schutzgemeinschaft Vogelsberg e. V. das Antragsverfahren kritisch begleitet hat, um sicherzustellen, dass gerade in trockenen Sommern den Kommunen Brachttal und Birstein keine Nachteile durch die Wasserförderung entstehen. Scheffler betonte an dieser Stelle, dass es mitnichten die Absicht des Wasserverbandes sei, auf Biegen und Brechen mehr Wasser von Birstein über Brachttal nach Frankfurt zu fördern. Der Wasserverband sei im Kontext Klimawandel nur an einer ausgewogenen, umweltschonenden Wasserförderung interessiert, die sowohl den Bedürfnissen im Rhein-Main-Gebiet wie auch den Gebieten im Vogelsberg gerecht werde. Torsten Gast, Carsten Kauck und Heinz Breitenbach trugen die gesammelten Bedenken aus der Bevölkerung wie auch aus den politischen Gremien vor und diskutierten diese mit Herrn Scheffler und Herrn Dr. Wack. Diesen offenen Austausch mit dem Wasserverband habe man mit den Gremien der Gemeinden vermisst, so Gast und Kauck. Wenn man von Seiten des Wasserverbandes einen sachlichen Umgang mit dem Antrag in den Kommunen Brachttal und Birstein wünsche, müsse man den Mandatsträgern auch die notwendigen Informationen an die Hand geben und diese frühzeitig mit in den Prozess einbinden, so die beiden Gemeindevertreter aus Brachttal bzw. Birstein. Scheffler schlug den Freien Wählern abschließend vor, die beiden Bürgermeister zu kontaktieren und mit diesen jeweils Termine zu einer Informationsveranstaltung für die politischen Mandatsträger zu vereinbaren", heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler.

Foto (von links): Herr Scheffler, Herr Gast, Herr Kauck und Herr Dr. Wack.