Über 30.000 Solidaritätsschleifen abgerufen

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Immer mehr Hessen tragen laut einer Pressemitteilung des Vereins "Hand aufs Herz " die silberne Solidaritätsschleife mit den roten Lettern „Respekt, Toleranz, Solidarität - Demokratie“ zum Zeichen ihres Wunsches nach Frieden und Solidarität.

„Vereine, Verbände, Parteien und Organisationen haben in den vergangenen Tagen über 30.000 Solidaritätsschleifen bei uns abgerufen“, freuen sich die Vorsitzenden des Vereins Hand aufs Herz e.V., Alexander Schopbach und Julia Hott. Sie haben mit zahlreichen Institutionen, Gewerkschaften, Parteien, Privatpersonen und Künstler:innen das zivilgesellschaftliche Bündnis „Wir sind mehr! Wir setzen ein Zeichen für Respekt, Toleranz und Demokratie“ geschmiedet, um angesichts Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie ein verbindendes Symbol für Demokratie, Respekt, Toleranz und Solidarität zu schaffen. „Dafür steht die Solidaritätsschleife, die in Zusammenarbeit mit dem Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V. produziert wird“, berichten die beiden.

Als parteiübergreifende Projektbotschafter:innen gewannen die Initiatoren unter anderem Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken und Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Mit dabei sind auch Institutionen wie Omas gegen Rechts, IG-Metall-Verbände sowie Landes- und Ortsgliederungen. „Und täglich werden es mehr Unterstützer, besonders in unserem Heimat-Bundesland Hessen“, freuen sich Julia Hott und Alexander Schopbach, die in Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) leben.

Darunter die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser und SPD-Generalsekretär Christoph Degen. Er sagt: „Wir haben in den letzten Wochen beobachten müssen, wie in Europa demokratiefeindliche Kräfte ohne Hemmungen in der Ukraine gegen die vorgehen, die für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen. Unsere Gesellschaft lebt von Vielfalt und Toleranz, aber auch von Solidarität mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft. Es ist normal verschieden zu sein. Hand aufs Herz hat dieses Gesellschaftsbild verstanden und steht für den Rechtsstaat ein. In der Zusammenarbeit mit dem Behindertenwerk Main-Kinzig ist die Solidarität-Schleife entstanden, ein Zeichen für Zusammenhalt und Respekt voreinander.“

Auch der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) trägt die Solidaritätsschleife und betont: „Respekt, Toleranz und Solidarität sind die Eckpfeiler unserer demokratischen Zivilgesellschaft. Der Krieg in der Ukraine führt uns das mehr denn je vor Augen, denn hier tritt ein machthungriger Diktator genau diese Werte mit Füßen. Wenn sogenannte „Querdenker“ mit Neonazis „spazieren gehen“ und sich „als Opfer einer Diktatur“ bezeichnen und den gelben Stern anheften, die Meinungsfreiheit in Deutschland anzweifeln und Andersdenkende, Polizei und Vertreter der freien Presse beschimpfen, mit Schmähungen überziehen und gar körperlich attackieren, dann ist auch das ein Angriff auf unsere Demokratie! Desinformation,Rassismus, Rechtsextremismus,Antisemitismus, Diskriminierung - wenn solches Unrecht geschieht, dann ist es für jeden einzelnen von uns sehr wichtig sich dagegen zu stemmen, sich solidarisch zu zeigen, eine klare Haltung einzunehmen und diese auch öffentlich zu demonstrieren. Wegducken gilt nicht! Aus diesem Grund unterstützt die Stadt Hanau die Aktion „Wir sind mehr“, die mit den Solidaritätsschleifen ein deutliches Zeichen für eine demokratische Solidargemeinschaft und gegen alle setzt, die ihr schaden wollen“.

Der hessische Landtagsabgeordnete Lukas Schauder (Bündnis 90/Die Grünen), auch Sprecher seiner Fraktion für Extremismusprävention und Demokratieförderung unterstützt „Wir sind mehr!“ ebenfalls voller Überzeugung: „Die rassistischen Morde von Hanau und Putins Angriffskrieg auf die Ukraine sind nur zwei dramatische Beispiele für die Bedrohungen von innen und außen gegen die offene Gesellschaft. Diese Taten haben uns unsere Verletzlichkeit bewusstwerden lassen. Aber diese Verletzlichkeit darf uns nicht ohnmächtig machen, es braucht entschiedenes Handeln! Deswegen entscheiden wir uns für gelebte Solidarität mit allen Betroffenen von Menschenfeindlichkeit und Krieg. Wir entscheiden uns für den Schutz vulnerabler Gruppen in der Corona-Pandemie. Und wir entscheiden uns für die Rechte künftiger Generationen im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Hand in Hand können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit überwinden.“

Die musikalische Friedensbotschafterin, Sängerin und Songwriter Dannyjune Smith, die derzeit mit Friedenskonzerten in ganz Hessen unterwegs ist, sagt: „Niemals hätte ich es für möglich gehalten oder zu denken gewagt, dass ich die Lieder des Friedens, die Protestsongs gegen den Krieg, die mich seit frühester Kindheit anrühren, mich gar dazu bewegt haben, musikalisch für das hohe Gut „Frieden“ einzustehen, einmal singen werde, weil tatsächlich die Angst, die Befangenheit und die Unsicherheit an eine Tür klopft, die ich seit jeher als offen, freundschaftlich und überholt angesehen habe. Doch nun ist es tatsächlich an der Zeit, diese Lieder nicht nur VOR, sondern gemeinsam MIT dem Publikum, Euch Menschen da draußen, gemeinsam zu singen, auf die Straße zu gehen und ein Zeichen zu setzen für eine Welt, die keinerlei Unterdrückung, Kasten-Bevorzugung, Rassen- oder Religionshass, Streitschlichtung durch Waffengewalt oder Ausschluss jeglicher Gruppen aus dem System steht. Als Botschafterin für „Wir sind mehr“ trage ich nicht nur eine Schleife am Revers, weil sie so hübsch anzuschauen ist. Nein, ich stehe mit allem, was ich tue und bin öffentlich mit meinem Wunsch nach Solidarität, Respekt und Toleranz hinter dem Gedanken und dem Streben nach Frieden, Nächstenliebe, Diplomatie und Liebe zum Menschenrecht auf dieser - unserer aller - Welt, die schon viel zu lange unter all den Dingen leiden musste, vor denen unsere Großeltern und deren Vorfahren uns stets als Kinder gewarnt haben. Lasst uns friedlich dafür kämpfen, die letzte Generation zu sein, die dies tun muss. Liebe und Frieden beginnen im Kopf, verbreiten sich über unsere Worte und Taten und manifestieren sich in den Köpfen eines jedem, dem wir unsere Botschaft überbringen.Lasst uns gemeinsam den Weg des Friedens gehen.“

Thorsten Stolz (SPD), Landrat des Main-Kinzig-Kreises, trägt die Solidaritätsschleife genauso wie Vize-Landrätin Susanne Simmler (SPD). Das Kreisoberhaupt ist überzeugt: „Die zurückliegenden zwei Jahre der Bekämpfung der Corona-Pandemie und die jüngsten Kriegsereignisse in der Ukraine stellen für uns als Gesellschaft eine harte Belastungsprobe dar. In dieser unruhigen Zeit ist es wichtig Menschen Halt, Orientierung und Zuversicht zu geben. Damit verbunden ist der Einsatz für Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gerade die zurückliegenden zwei Jahre und die jüngsten Ereignisse in der Ukraine zeigen uns auf, wie verletzlich all das ist, was wir für selbstverständlich erachten. Mit einer klaren Kante gegenüber Hass, Hetze und Gewalt ist die bundesweite Initiative „Wir sind mehr“ ein richtiges und wichtiges Zeichen. Mehr denn je kommt es auf Solidarität und das Zusammenstehen in herausfordernden Zeiten an!“

Und auch Günter Rudolph, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, hat sich die Solidaritätsschleife ans Revers geheftet: „Wir sind Sozialdemokraten. Wir leben und bekennen uns zu Solidarität, Demokratie, Respekt und Toleranz. Wir sind mehr. Mehr, die sich gegen Hass und Hetze, Rechtsextremismus und Intoleranz engagieren. Das Projekt ‚Wir sind mehr‘ verdient unsere volle Unterstützung. Gerade im Hier und Jetzt ist es mir und der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag ein Anliegen, Solidarität zu bekunden und soziale und demokratische Werte zu vermitteln.“

Die Solidaritätsschleifen können über die Internetseite www.wir-sind-mehr.com bezogen werden. Alexander Schopbach und Julia Hott hoffen, dass die Solidaritätsschleife nun wie eine Welle durch die Gesellschaft geht, Organisationen, Vereine, Verbände, Familien und Freundeskreise die Schleife als Zeichen für Frieden und Solidarität ausgeben und tragen. Wie das funktioniert, erfahren Interessierte ebenfalls auf www.wir-sind-mehr.com. Parallel läuft der Online-Aufruf „Wir sind mehr! Wir setzen ein Zeichen für Respekt, Toleranz und Demokratie“ auf www.change.org/wehrhafte-demokratie-wir-sind-mehr, bei dem jede:r seine Haltung per Unterschrift dokumentieren kann.


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