Main-Kinzig-Kreis ignoriert Gefahr eines „Blackout“

Politik
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„Die Prüfung von Fördermöglichkeiten zur Anschaffung von Notstromaggregaten zur Milderung der Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls ist für den Main-Kinzig-Kreis kein Thema, so hat es der Kreistag in seiner heutigen Sitzung beschlossen.“

Das teilt die AfD Fraktion am Freitag mit. „Damit ignoriert der Kreistag die katastrophalen Folgen, die bei einem längeren Stromausfall die Bürger im Kreis treffen würden“, so die AfD weiter.

„Der Ukraine-Krieg könnte das Risiko für Cyberangriffe auf das Stromnetz steigern. Behörden sprechen von einer erhöhten Bedrohungslage“, gibt Jürgen Mohn, Fraktionsvorsitzender der Partei, zu bedenken. „Krisenmanager und Katastrophenschützer warnen, dass Deutschland auf ein solches Szenario nicht gut vorbereitet sei. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) und Katastrophenhilfe schätzt die Lage ähnlich ein. Die öffentliche Hand und die private Industrie haben zunehmend mehr Konzepte erarbeitet, einer solchen Katastrophe zu begegnen. Im Auftrag des BBK wurde an der Fakultät Elektrotechnik der Helmut-Schmidt-Universität und der Universität der Bundeswehr in Hamburg ein Bericht erarbeitet, wie gerade auch private Haushalte und Landwirte sowie Gewerbetreibende sich auf flächendeckende, längere Stromausfälle vorbereitet könnten“, erinnert Mohn.

Um die Situation im Main-Kinzig-Kreis aus ihrer Sicht zu verbessern, hatte die AfD im Kreistag beantragt, diesem Personenkreis durch ein Förderprogramm finanziell zu unterstützen. „Scheinbar habenden Alt-Parteien im Kreistag die Problematik noch nicht verstanden, denn die von der AfD vorgeschlagenen Präventionsmaßnahme wurde abgelehnt. Wir zählen ab heute die Tage, bis bei CDU und SPD der Groschen fällt – dann aber als deren eigener Antrag, denn der Schutz des geistigen Eigentums gilt in der Politik nicht“, so Mohn abschließend.