MKK-Sozialpreis: Das sind die Preisträger 2022

Politik
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Die Jury hat mit großen Einvernehmen entschieden: Die Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches soziales Engagement erhalten in diesem Jahr die Bürgerhilfe Bruchköbel, der Betreuungsverein Main-Kinzig und die Ärztin Dr. Maria Haas-Weber. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler wird den Preisträgerinnen und Preisträgern die Auszeichnung am Donnerstag, 2. Juni, in Gelnhausen überreichen. Der Sozialpreis ist mit 7.000 Euro dotiert, die Gewinnerinnen und Gewinner teilen sich die Summe zu gleichen Teilen.

„Sozial engagierte Initiativen und Vereine waren von der Pandemie und den mit ihr verbundenen Kontaktbeschränkungen in ihrem Wirken stark beeinträchtigt. Doch nicht nur die Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen, waren betroffen, sondern vor allem jene, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Umso mehr freut es mich, dass trotz der Pandemie zehn Vorschläge für die Auszeichnung eingebracht worden sind. Alle benannten Personen und Gruppen, die vorgestellt worden sind, leisten Beispielhaftes und Wertvolles, darin waren sich die Jurymitglieder einig“, sagte Susanne Simmler (SPD). Anschließend begründete die Erste Kreisbeigeordnete, die Entscheidung des Kreisausschusses auf Empfehlung des zuständigen Ausschusses für Soziales, Familie, Senioren und Demografie: „In diesem Jahr vergibt der Main-Kinzig-Kreis den Preis an drei Personen und Gruppen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder besonderen Notlagen zur Seite stehen. Sie tun es seit Jahrzehnten, jederzeit ansprechbar und mit dem Ziel, Schwache zu schützen. Sie tun es zugewandt, hilfsbereit und vorbildlich.“

Die Auszeichnung werde laut Satzung „für beispielhaftes und herausragendes ehrenamtliches Engagement von Einzelpersonen, Vereinen, Initiativen, Schulklassen und Kindergärten im sozialen Bereich verliehen“, insbesondere zur besseren Verständigung innerhalb der Gesellschaft und in generationenübergreifender Form. Dies treffe auf die Ausgewählten zu.

Die Bürgerhilfe Bruchköbel e.V. mit ihren etwa 1200 Mitgliedern rückt die Idee des sozialen Füreinanders seit fast 20 Jahren in den Mittelpunkt der Arbeit. Ehrenamtlich engagiert sich der Verein bei der Tafel in Gelnhausen und in der Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe in Erlensee. Die Mitglieder bereichern mit ihrem Engagement das Zusammenleben in der Gesellschaft und fördern deren Zusammenhalt. Es kommt vor allem Menschen zu Gute, die allein leben und den eigenen Alltag aufgrund von Einschränkungen nur bedingt selbständig meistern und soziale Kontakte nur schwer pflegen können. Das Angebot des Vereins reicht von Begleitung bei Behördengängen oder Arzt-, Bank- und Friedhofsbesuchen über die stundenweise Entlastung von Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, bis hin zu Reparaturdiensten und Hilfe im Haushalt. Hinzu kommen die „Wunsch-Großeltern“, die junge Familien oder Alleinerziehende bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen. Eine weiteres Angebot ist der Besuchsdienst, der vor allem für ältere und alleinstehende Menschen gedacht ist. „Den Namen Bürgerhilfe trägt der Verein zu Recht. Die Mitglieder handeln hoch verantwortlich, kümmern sich um ihre Mitmenschen und bieten Unterstützung, wo sie nötig ist. Sie sind Vorbild und motivieren andere, es ihnen gleich zu tun. Damit setzt der Verein gesellschaftliche und soziale Impulse, die weit über Bruchköbel hinauswirken“, so Susanne Simmler.

Der Betreuungsverein Main-Kinzig wiederum führt seit über 25 Jahren rechtliche Betreuungen. Auch werden Informationssuchende bei Fragen zum Betreuungsrecht und zu Vorsorgevollmachten beraten. Der Hintergrund: Wer altersbedingt oder aufgrund einer körperlichen, psychischen oder seelischen Beeinträchtigung nicht für sich selbst sorgen kann, benötigt Unterstützung. Für diesen Fall ist eine rechtliche Betreuung vorgesehen, die sich zum Beispiel um die Kommunikation mit Ämtern, Banken und Versicherungen, aber auch mit Pflegediensten kümmert. Der Verein besteht seit 29 Jahren. In dieser Zeit wurden hunderte von Informationsveranstaltungen im gesamten Kreisgebiet durchgeführt. Eines der zentralen Ziele des Vereins ist die Förderung der rechtlichen Betreuung im Ehrenamt. Zu den mehr als 100 Mitgliedern zählen sowohl Angehörige von Betroffenen als auch ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger, die sich sozial engagieren möchten. Gemeinsam führen sie etwa 320 ehrenamtliche Betreuungen in der Region. „Die Menschen werden älter, der Bedarf an Beratung rund um Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wächst. In diesen Bereichen leistet der Betreuungsverein Main-Kinzig wichtige und wertvolle Arbeit – und dies auf ehrenamtlicher Basis und mit langjähriger Erfahrung. Eine Situation, in der rechtliche Betreuung notwendig wird, kann schnell und unerwartet entstehen. Es ist deshalb gut, dass es im Main-Kinzig-Kreis die Angebote des Betreuungsvereins gibt und dass alle Bürgerinnen und Bürger sie nutzen können.“

Dr. Maria Haas-Weber, 1. Vorsitzende des Fördervereins für Palliative Patienten-Hilfe Hanau, engagiert sich seit 20 Jahren in der palliativen Versorgung im Altkreis Hanau und darüber hinaus. Die Medizinerin hat nachhaltige Verbesserungen in der palliativen Versorgung in der Region bewirkt. Ihr Engagement beschränkt sich dabei nicht auf Tätigkeiten im Verein. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die Behandlung und Begleitung von Patienten, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, zu verbessern und zu fördern. Die von Maria Haas-Weber initiierten, geförderten oder begleiteten Projekte zur Verbesserung der Versorgungssituation sind vielfältig. Sie reichen von der Palliativoase, über das Team der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), den Runden Tisch des SAPV bis zum Pflegestützpunkt des Main-Kinzig-Kreises und dem Expertenteam Palliative Pflege (EPP). In ihrer Funktion als Weiterbildungsärztin gibt sie jungen Medizinerinnen und Medizinern ihr großes Wissen weiter und schafft Bewusstsein für eine professionelle und zugleich zugewandte Versorgung schwerkranker, palliativ zu betreuender und sterbender Menschen. „Mit ihrem unermüdlichen Einsatz, ihrer zugewandten Art und ihrem ganzheitlichen Verständnis hat sich Maria Haas-Weber um Menschen in einer ganz besonderen Lebenssituation, aber auch um deren Angehörigen verdient gemacht. Ihr geht es darum, schwerstkranken Menschen ein beschwerdearmes Leben zu ermöglichen und sie sowohl medizinisch als auch seelisch zu unterstützen. Damit ist sie eine Pionierin der Palliativversorgung im Landkreis. Es ist ein Netzwerk entstanden, das sich über den Landkreis spannt und nachhaltig trägt.“

Die Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches soziales Engagement wurde schon häufig unter mehreren Trägerinnen und Trägern aufgeteilt. Sie ging im vergangenen Jahr beispielsweise an die Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Main-Kinzig-Kreises, das Netzwerk Inklusion Hanau und Main-Kinzig sowie Jens Maspfuhl, 1. Vorsitzender der Deutschen Unfall- und Katastrophenopfer Hilfe. 2019 erhielten die Genossenschaft „Wohnbau 60Plus“ und der Vorsitzende der Tafel Gelnhausen, Claus Witte den Preis. 


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