Digitale Kommunikation mit Geflüchteten aus der Ukraine

Politik
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Dass die Digitalisierung zur Arbeitsvereinfachung beitragen kann, ist im Rahmen der  Corona-Pandemie nur allzu deutlich geworden. insbesondere das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr war gefordert, sich kurzfristig auf neue Herausforderungen, Rahmenbedingungen und große Datenmengen einzustellen. Für diese Prozesse sowie die damit verbundene Informationsverarbeitung und Kommunikation setzten die Mitarbeitenden im Main-Kinzig-Forum zunehmend auf digitale Kanäle und Plattformen.

Die damit verbundenen Entwicklungen und Erfahrungen greifen nun zunehmen auch in anderen Bereichen und bringen erhebliche Optimierungen sowohl für die Abläufe in der Verwaltung, sondern vor allem für Betroffene.

„Diesen Gewinn an Kompetenz und Technik setzen wir nun strukturiert und nachhaltig in der Digitalisierung für die Kommunikation mit den Geflüchteten Menschen aus der Ukraine ein, sowie für den möglichst medienbruchfreien Übergang zwischen den unterschiedlichen Sozialsystemen ein“, sagt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Susanne Simmler (SPD). Nachdem bereits mehrere Bereiche des Gesundheitsamtes im Rahmen der Finanzierung des Öffentlichen Paktes für den Gesundheitsdienst von den neuen Möglichkeiten profitierte, wird nun aktuell an einer „digitalen Lösung“ für die Hilfegesuche der Geflüchteten aus der Ukraine gearbeitet.

Ab dem 1. Juni  wird es die barrierefreie und mehrsprachige Möglichkeit geben, über die sich die Geflüchteten mit ihrem jeweiligen Endgerät wie zum Beispiel einem Smartphone beim zuständigen Kommunalen Center für Arbeit (KCA) oder dem Amt für soziale Förderung und Teilhabe des Main-Kinzig-Kreises anmelden. Damit verfügt die Anlaufstelle direkt über digitale Daten, die mit deutlich weniger Übermittlungs- oder Übersetzungsfehlern weiter bearbeitet werden können. „Selbstverständlich werden dabei die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit berücksichtigt“, erläutert die Projektverantwortliche Geeta Chatterjee.

Im Rahmen der gemeinsamen Entwicklung werden auch andere soziale Behörden, die beispielsweise Hilfen für Menschen im Rentenalter oder Kinder-/Jugendhilfen umfassen, mit ihren Belangen berücksichtigt, denn die Anwendung soll den Austausch der beteiligten Behörden deutlich erleichtern. „Wir sorgen hier für eine digitale, vernetzte Kommunikation zwischen verschiedenen Ämtern und vor allem für die direkte und schnellstmögliche Kommunikation mit den Menschen. Der Vorteil auch hier ist, dass das Internet keine Öffnungszeiten kennt“, betont Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. In einem weiteren Schritt sei dann auch ein Austausch mit anderen Landkreisen möglich. Die klassischen „Hauspostumschläge“ würden damit überflüssig und die Kommunikation werde schneller, sicherer und präziser, ist die Sozial- und Gesundheitsdezernentin überzeugt.

Dank der digitalen Lösung können Geflüchtete aus der Ukraine ihre Eingaben in kyrillischer Schrift machen, das Auslesen der Dokumente führt dann zu einer automatisierten Übersetzung in die lateinische Schrift. „Dieser Umstand ist ein riesengroßer Vorteil“, sind sich Beate Langhammer, Vorstand des KCA, Iris Hurrlein, Leiterin des Amtes für soziale Förderung in Teilhabe, und Projektleiterin Geeta Chatterjee sicher.