Stärkung des Gigabit-Ausbaus muss in die Köpfe

Politik
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„Der Glasfaserausbau muss konsequent weiter vorangetrieben werden. Zwar setzt der Kreis schon seit Jahren positive Akzente, doch entwickelt sich der Ausbau in der gesamten Bundesrepublik im Vergleich mit dem Rest Europas deutlich zu langsam“, stellt der ehemalige Stadtrat der Stadt Hanau und heutigen ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten, Dr. Ralf-Rainer Piesold, fest.

Piesold besuchte gemeinsam mit dem finanzpolitischen Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, Kolja Saß, und dem wirtschaftspolitischen Sprecher, Prof. Dr. Joachim Fetzer, die Wächtersbacher Messe. Die Liberalen hatten gemeinsam mit der Hessischen Ministerin für Digitales, Prof. Dr. Kristina Sinemus, und dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann an einem Rundgang über das Messegelände teilgenommen und sich insbesondere über den Breitbandausbau informiert. 

„Der Bedarf an digitaler Infrastruktur wächst seit Jahren massiv. Die Pandemie hat eindeutig gezeigt, wie wichtig eine gute Glasfaserversorgung ist. Ob nun Home-Office oder Home-Schooling, die digitalen Anwendungen werden immer vielfältiger und wichtiger. Gleichzeitig steigen die notwendigen Datenraten kontinuierlich“, zeigt Kolja Saß auf.

Aber auch nach der Pandemie wird es kein einfaches Zurück geben. „Die Zukunft bedeutet mehr Hybrid- und Wechselmodelle, ein ständiges Miteinander von analoger Präsenz mit digitaler Vernetzung. Und das Leben mit virtuellen Realitäten hat noch gar nicht richtig begonnen,“ blickt der Hochschullehrer Joachim Fetzer voraus und ergänzt als Kommunalpolitiker: „Diese Flexibilität bringt nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische Vorteile mit sich und Chancen vor allem für die ländlichen Räume.“ Jetzt käme es darauf an, diese Chancen zu ergreifen. Auch die Messe Wächtersbach wird nicht von digitalen Märkten abgelöst, sondern wird sich mehr und mehr damit verbinden.  

„Schon jetzt kann man auf der Wächtersbacher Messe beobachten, dass fast jeder Anbieter digitale Angebote unterbreiten würde“, stellt Dr. Piesold fest. Ob das digitale Medien oder einfache Bestellmöglichkeiten via Internet sind, die Gesellschaft ist insgesamt digitaler geworden. „Damit die digitalen Angebote und Technologien der Zukunft nutzbar werden, sind auch Rechenzentren notwendig“, macht Dr. Piesold deutlich und kündigte an, dass sich die FDP-Kreistagsfraktion weiter für eine Standort- und Potentialanalyse für Rechenzentren im Main-Kinzig-Kreis einsetzen wird. Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion wurde im Oktober von den Fraktionen von CDU und SPD im Kreistag noch blockiert.

„Fehlende Netzstärke ist in Deutschland schnell zu einer Bremse für den gesamten Wirtschaftssektor geworden. Hier ist die Initiative des Main-Kinzig-Kreises, den FTTH Ausbau zu forcieren und im Zusammenspiel von Kreis und Privatwirtschaft eine Gigabit-Region zu schaffen, der richtige Schritt, um die bisherigen Erfolge des Breitbandausbaus weiter voranzutreiben“, erklärt Saß.

„Jedoch gehen die Bestrebungen des Main-Kinzig-Kreises nicht weit genug. Die schnellen Netze müssen auch zur Verbesserung und Beschleunigung von Verwaltungsprozessen und der besseren Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern dienen. Hierzu ist in der Kreisverwaltung und in den kreisangehörigen Kommunen jetzt umgehend intern aufzurüsten, um mehr digitale Angebote zu schaffen“, fordert Kolja Saß und Joachim Fetzer fasst zusammen: „Am Ende muss nicht nur das Glasfaser ins Haus, sondern die Digitalisierung in die Köpfe und Prozesse.“

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