Grüne fordern Fusion von Kreiswerke und Main-Kinzig-Gas

Politik
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„Wir sprechen uns für eine Fusion der ‚Gasversorgung Main-Kinzig GmbH‘ und der ‚Kreiswerke Main-Kinzig GmbH‘ aus“, sagen Reiner Bousonville, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion sowie Rainer Vogel, Sprecher der Grünen im Ausschuss für Energie. „Aus diesem Grund stellen wir für die kommende Kreistagssitzung den Antrag, Verhandlungen zu einer Fusion mit dem Ziel eines gemeinsamen, kommunalen Energieunternehmens aufzunehmen.“

An den Kreiswerken Main-Kinzig ist der Main-Kinzig-Kreis zu rund 75 Prozent beteiligt. Rund 100.000 Menschen im Kreis werden durch sie mit Strom versorgt. Auch Main-Kinzig-Gas ist ein kommunaler Energieversorger, an dem die Kreiswerke und damit der Main-Kinzig-Kreis zur Hälfte beteiligt sind: „Dies zeigt deutlich, dass eine Fusion nicht unrealistisch, sondern durch die äußeren Gegebenheiten sehr wohl möglich ist“, so Bousonville und Vogel. Denn: „Beide Unternehmen sind ‚unbundelt‘, dass bedeutet, dass sie eigenständige Netzbetriebe als GmbHs gegründet haben, welche in einem ersten Schritt zusammengefasst werden könnten.

Im aktuellen volatilen und unsicheren Energiemarkt müsse sich der Kreis die Frage stellen, ob eine Beteiligung an zwei Energieunternehmen und die Konkurrenz dieser beiden Unternehmen auf dem Gasmarkt „überhaupt noch sinnvoll, ja nicht sogar schädlich ist. Aktuell geht es darum, die Auswirkungen der Energiekrise möglichst gering zu halten. Hierfür müssen alle notwendigen Anstrengungen unternommen werden.“ Das Thema ‚Energiesicherheit‘ wird eines der Hauptthemen der kommenden Jahren werden: „Wir fordern den Kreistag deswegen auf, sich angesichts der aktuellen Situation für ein gemeinsames kommunales Energieunternehmen auszusprechen. In einem zweiten Schritt soll der Kreisausschuss beauftragt werden, über eine komplette Fusion oder Teilzusammenführung der Kreiswerke mit Main-Kinzig-Gas zu prüfen“, erklären Bousonville und Vogel.

Durch eine Fusion erhoffen sich die Grünen vor allem notwendige Synergieeffekte: „Wir möchten damit die Herausforderungen der Zukunft im Bereich des Energiemarktes besser meistern. Denn es ist wichtig, sich gerade in diesem wichtigen Bereich, der ein Großteil der Bevölkerung des Main-Kinzig-Kreises betrifft, zukunftssicher und schlagkräftig aufzustellen“, so Bousonville und Vogel abschließend.


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