Kreis erstellt integriertes Klimaschutzkonzept

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (hinten Mitte), Katrin Hess, Leiterin des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum (hinten rechts) und Bernd Leutnant, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde (hinten links), begrüßen den neuen Klimaschutzmanager André Schnatz und seine Mitarbeiterin Tamara Rexroth und wünschen einen guten Start beim Main-Kinzig-Kreis.

Politik
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Der Main-Kinzig-Kreis setzt auf ein kreisweites Klimaschutzmanagement und hat seit April mit dem Umweltwissenschaftler André Schnatz einen Klimaschutzmanager.

„Mit der Stelle eines Klimaschutzmanagers geht der Main-Kinzig-Kreis den bereits eingeschlagenen Weg für mehr Klimaschutz konsequent weiter. Mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes entsteht nun eine umfassende und qualitativ hochwertige Grundlage, auf welcher es dann darum geht, konkrete und pragmatische Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln. Der Klimaschutzmanager ist dabei wichtiges Bindeglied und Ansprechpartner für Kommunen, Unternehmen, Landwirte, Naturschützer sowie Bürger und Bürgerinnen und hat dabei die aktuellen Entwicklungen stets im Blick. In Gesprächen mit allen Beteiligten sollen tragbare Lösungen und Kompromisse erarbeitet werden“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD).

„Klimaschutz ist ein sehr wichtiges Thema, das künftig noch stärkere Beachtung erfahren muss. Wir im Main-Kinzig-Kreis engagieren uns als Mitglied der Klima-Kommunen in Hessen schon seit 2019 für eine nachhaltige Entwicklung. Aber um die Auswirkungen der Klimakrise zu begrenzen, reichen Entscheidungen und Zielsetzungen auf den höchsten Ebenen nicht aus, es geht darum, wie vor Ort pragmatische Lösungen konkret umgesetzt werden können, mit denen auch die Bürgerinnen und Bürger sich einverstanden erklären können“, so die Umweltdezernentin. Es sei deshalb enorm wichtig, wie die einzelnen Klimaschutzmaßnahmen vor Ort angepackt werden. Vor allem die Landkreise seien als Vermittler gefragt, wenn es darum gehe, die Entscheidungen, die von der Bundesregierung getroffen werden, umzusetzen: von den kreisangehörigen Kommunen, lokalen Unternehmen und der Bürgerschaft. „Wir setzen uns seit Jahren für einen starken und zukunftsfähigen Main-Kinzig-Kreis ein, für uns gehört Klimaschutz als Säule der nachhaltigen Entwicklung daher in eine langfristige Entwicklungsplanung für unseren Landkreis dazu“, so Simmler.

Katrin Hess, Leiterin des Umweltamts des Main-Kinzig-Kreises, hatte sich nach Entscheidung des Kreistages ein halbes Jahr lang um  Fördermittel für das Klimaschutzmanagement bemüht. Daher sei es erfreulich, dass der Bund nun die notwendigen Fördermittel für die kommenden zwei Jahre zur Verfügung gestellt hat. „Wer in den Klimaschutz investiert, investiert in unsere Zukunft. Daher bin ich froh, mit André Schnatz einen fähigen Mitarbeiter für das neu geschaffene Klimaschutz-Team gefunden zu haben. Unterstützt wird er von Tamara Rexroth. Die beiden werden sich nun auf Kreisebene um die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts kümmern“, erklärt Katrin Hess. Hierbei gilt es nun gemeinsam mit den 29 Kommunen an einem Strang zu ziehen, damit möglichst zeitnah Ergebnisse vorgelegt werden können. Denn die grundlegenden Daten zur Erstellung eines Klimaschutzkonzepts müssen zunächst die Kommunen liefern. Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept wird dem Kreis dann eine wertvolle und umfassende Basis für die Entscheidungen und Maßnahmen rund um den Klimaschutz vorliegen. „Klimaschutz geht nur gemeinsam, deshalb ist ein kluges Klimaschutzmanagement eine wichtige Grundlage, um die nötigen Stellschrauben im Main-Kinzig-Kreis zu bewegen“, so Katrin Hess.

Ziel ist es, eine kreisweite CO2-Bilanz zu erstellen, die es ermöglicht, den Kommunen maßgeschneiderte Empfehlungen für Maßnahmen und Projekte vor Ort in die Wege zu leiten. Das betrifft erneuerbare Energien wie Windkraft, aber auch Photovoltaik, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft. Denn bislang gibt es lediglich für Windenergie ausgewiesene Flächenpläne. Hier gilt es, die möglichen Potentiale herauszuarbeiten. „Die  Kommunen werden alle von dem kreisweiten integrierten Klimaschutzkonzept profitieren“, erklärt André Schnatz. Und Tamara Rexroth fügt hinzu: „Viele Kommunen haben bisher starkes Interesse an der Erstellung eines kreisweiten Integrierten Klimaschutzplans gezeigt, vor allem, da in den Kommunen selbst bisher oft keine Klima-Stellen geschaffen werden konnten, um dieses wichtige Thema anzugehen.“

Das zunächst auf zwei Jahre befristete Projekt lief vor einigen Wochen an. Die Kommunen werden in alle Phasen der Konzepterstellung eingebunden. Konkret plant das Klimaschutzteam Vernetzungstreffen mit den kommunalen Klimaschutz-Entscheidungsträgern. Doch nicht nur die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts steht im Fokus ihrer Arbeit. Die beiden haben sich noch deutlich mehr vorgenommen. Auch kreisweite, gemeinsame Aktionstage, bei denen die Kommunen mit wenig Eigenaufwand teilnehmen können, sind in Planung. Weiterhin sollen vor allem auch die Bürger und Bürgerinnen im Main-Kinzig-Kreis durch Veranstaltungen, inklusive Fachvorträgen zu Fragen des Klimawandels, von der Arbeit des Klimaschutz-Teams profitieren. „Wichtig ist die Erkenntnis, dass Klimaschutz nichts Abstraktes ist, sondern durch ganz konkrete Entscheidungen beeinflusst werden kann. Von uns allen, jeden Tag. Wir freuen uns deshalb über eine rege Beteiligung, denn Klimaschutz betrifft unsere Zukunft. Und das geht uns alle an“, betont Susanne Simmler.

Parallel dazu hat der Kreis aktuell einen Antrag für ein Klimaanpassungskonzept gestellt. „Denn es ist unbestritten, dass wir alles tun müssen, den Klimawandel zu verlangsamen, aber gleichzeitig ist er längst präsent und wir müssen unsere Kräfte bündeln, um die Bevölkerung und die Lebensräume für Mensch und Tier vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Wir sind begeistert, wie viele unserer Kommunen diesem Aufruf gefolgt sind und als Partnerkommunen dieses Vorhaben unterstützen“, freut sich Susanne Simmler und fügt hinzu: „Wir hoffen, dass wir Ende des Jahres gemeinsam mit den Kooperationskommunen, dem Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum und dem Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr dieses wichtige Thema angehen und so das Zukunftsthema Klimaschutz mit starker Mannschaft angehen und umsetzen können.“

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Seite http://mkk.de/klimaschutz.html.

kreisklimakonmkk az

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (hinten Mitte), Katrin Hess, Leiterin des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum (hinten rechts) und Bernd Leutnant, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde (hinten links), begrüßen den neuen Klimaschutzmanager André Schnatz und seine Mitarbeiterin Tamara Rexroth und wünschen einen guten Start beim Main-Kinzig-Kreis.


Anzeige

online werben

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2