Der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises hatte auf seiner Sitzung am vergangenen Freitag einen Antrag der Freien Wähler (FW) Kreistagsfraktion beraten und beschlossen, in dem es um eine klimafeste Anpassung der Wasserwirtschaft in den Kreiskommunen aber auch in Gesamthessen ging. In einer Resolution, deren Entwurf von der Schutzgemeinschaft Vogelsberg e.V. stammte, wird die hessische Landesregierung und der Landtag aufgefordert, ein hessenweites Förderprogramm aufzulegen, mit dessen Mitteln Investitionen der Kommunen in eine klimafeste Anpassung ihrer Wasserwirtschaft finanziert werden sollen.

"Michael Reul, der nicht nur direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis, zu dem die Gemeinde Birstein gehört, ist, sondern auch für die CDU im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises sitzt, hat kurz vor der Debatte um diesen Tagesordnungspunkt die Kreistagssitzung verlassen und wohnte der Diskussion um das Thema nicht bei", so Kauck in seiner Pressemitteilung.

Dies, so Kauck, sei in mehrfacher Hinsicht enttäuschend: "Gerade in den Gemeinden Birstein und Brachttal findet derzeit eine heftige Debatte über die geplante Verdoppelung der Wasserförderung durch den Wasserverband Kinzig zu Gunsten der Stadt Frankfurt am Main statt. Die Bürger aber auch die Kommunalpolitik vor Ort fühlen sich hier von der Politik in Wiesbaden im Stich gelassen. Um nichts weniger ging es aber in der Debatte im Kreistag zum Antrag der Freien Wähler – um ein sich Einbringen der Landesregierung und der Landespolitik in der Frage 'wie gestalten und finanzieren wir eine klimafeste Wasserwirtschaft' unter anderem auch in den Kommunen Birstein und Brachttal. Hier hätte mich die politische Haltung des CDU-Landtagsabgeordneten Reul zu unserem FW-Antrag ebenso interessiert wie die Antwort auf die Frage, wie er als unser direkt gewählter Landtagsabgeordnete zu den Bedenken der Bürger in Birstein und Brachttal in dieser Sache steht und wo er gedenkt uns zu unterstützen."

Enttäuschend sei Reuls Verhalten auch deshalb, so Kauck, weil auffällig sei, dass sich Michael Reul immer gerne dann in seinem Wahlkreis, in dem er nicht wohnhaft ist, zeigt, wenn er Wohltaten der Landesregierung verkünden kann. So habe er unlängst gemeinsam mit Vertretern der CDU-Birstein medienwirksam und voller Freude die Förderung eines Radwegeprojektes zwischen den Ortsteilen Ober-/Untersotzbach und Birstein durch Landesmittel verkündet und die Wichtigkeit dieses Projektes für die Kommune betont. "Schade nur", so Kauck, "dass gerade die CDU Birstein dem seinerzeit hierzu in die Gemeindevertretung eingebrachten Radweg-Antrag der Freien Bürgergemeinschaft (FBG) jahrelang wenig Wohlwollen entgegenbracht hat und es in der Wiesbadener Landesregierung der Grüne Wirtschaftsminister Tarek al Wazir war, der den Zuschuss für das Radweg-Projekt bewilligte – nicht die CDU. Es wäre schön, wenn sich der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Reul zukünftig etwas mehr um die sich drängenden Probleme in seinem Wahlkreis kümmern und hierzu Position beziehen täte, statt sich mit fremden Federn zu schmücken", so Kauck abschließend.


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