Personallücke bei Polizei vermutlich höher als gedacht

Politik
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Landrat Thorsten Stolz (SPD) hat in einer aktuellen Diskussion auf die schlechten Arbeitsbedingungen der Polizei im Main-Kinzig-Kreis hingewiesen (wir berichteten).

Die SPD-Landtagsabgeordneten Christoph Degen und Heinz Lotz gehen davon aus, dass bei der Polizei im Main-Kinzig-Kreis wesentlich mehr Polizistinnen und Polizisten fehlen, als bislang bekannt ist. Grund hierfür sei, dass im Main-Kinzig-Kreis immer noch in einem Schichtmodell mit vier Dienstgruppen gearbeitet wird, statt wie üblich mit fünf Dienstgruppen. In einer vorangegangenen Kleinen Anfrage (Drucksache 20/7806) an die Landesregierung hatten sie bereits erfahren, dass innerhalb der Polizeidirektion Main-Kinzig über 100.000 Überstunden angefallen sind.

„Die fehlende Dienstgruppe im Bereich der Polizeidirektion Main-Kinzig führt bei den Polizeibeamten fast zwangsweise zu schlechteren Arbeitszeiten, mehr Nachtdiensten und damit zu einer höheren Belastung. Allerdings ist die Personaldecke im Main-Kinzig-Kreis offenbar so knapp bemessen, dass die Einführung einer weiteren Dienstgruppe auf lange Sicht nicht möglich ist“, sagte Heinz Lotz am Rande der Landtagssitzung in Wiesbaden. „Bei den übrigen hessischen Polizeistationen ist eine fünfte Gruppe längst üblich. Wir müssen also davon ausgehen, dass im hessenweiten Vergleich im Main-Kinzig-Kreis weit mehr Polizeibeamte fehlen, als es von der Landesregierung dargestellt wird“, ergänzte Christoph Degen.

Von der erneuten Kleinen Anfrage (Drucksache 20/8846) erhoffen sich die beiden Abgeordneten reelle Zahlen von der Landesregierung zur personellen Situation im Bereich der Polizeidirektion Main-Kinzig.


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