Gewalt gegen Frauen: Zahlen sind alarmierend

Politik
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Am 16. September findet wieder der Hanauer Stadtlauf statt. Unter dem Motto „Stärke zeigen – gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ veranstalten unter anderem das Frauenbüro der Stadt Hanau, und das Frauen- und Gleichstellungsbüro des Main-Kinzig Kreises, sowie der Hanauer Lauftreff und der Sportkreis Main-Kinzig das Event.

„Die Teilnahmegebühr geht an die Frauenhäuser des Main-Kinzig-Kreises in Hanau und Wächtersbach“, erklärt Celine Bousonville, frauenpolitische Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion Main-Kinzig. „Der Stadtlauf setzt somit nicht nur ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt an Frauen, sondern er sorgt auch für die dringend benötigte finanzielle Unterstützung der Frauenhäuser des Kreises.“ Auch die Grünen in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis unterstützten den Stadtlauf und beteiligen sich, wie in den letzten Jahren, auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Teilnehmer:innen am Stadtlauf.

„Eine Unterstützung der Frauenhäuser kommt auch regelmäßig vom Land Hessen“, so Bousonville. Das Land habe hierfür unter Minister Kai Klose das „Förderprogramm Kommunalisierung sozialer Hilfen“ aufgelegt. „Über 23 Millionen Euro fließen jährlich an die Landkreise und kreisfreie Städte. Diese Hilfen werden dann an Förderstellen und Beratungsvereine überwiesen. Darunter Betreuungsvereine, Suchtberatungsstellen oder Mütterzentren.“

Ein zentraler Punkt der Förderung sei aber auch die Gewaltprävention: „Frauenhäuser sowie Beratungsstellen zum Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erhalten somit wichtige finanzielle Mittel vom Land.“ Solche Angebote seien immanent wichtig, „immerhin finanzieren sich viele dieser Beratungsstellen ausschließlich über Zuschüsse und Spenden.“

Der Hanauer Stadtlauf und das hessische Förderprogramm ergänzen somit die breite Hilfe und Unterstützung beispielsweise von Frauenhäusern: „Dass das Thema aktuell eine hohe Brisanz hat, zeigt eine Umfrage von Ver.di. Dort haben 7,5 Prozent der Frauen von Gewalt während des Corona-Lockdowns berichtet.“ Jede 13. Frau sei somit von häuslicher Gewalt während des Lockdowns direkt betroffen gewesen: „Pro Jahr werden mehr als 100 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet, somit fast jeden dritten Tag. Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass jeder Cent, der für Frauenhäuser und für Beratungsstellen investiert wird, notwendig ist. Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt und muss zur Anzeige gebracht werden. Gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten für Frauen sich Hilfe zu holen, über verschiedene Beratungsstellen, Frauenbüros oder über das Hilfetelefon 08000116016.“

Die Grünen werden auch weiterhin ein Garant dafür sein, dass die Gelder in gleichem Maße an die Frauenhäuser und Beratungsstellen fließen. „Gleichzeitig freuen wir uns, dass nach den Forderung nach mehr Gewaltprävention eine Stelle zur Umsetzung der Istanbuler Konvention im Ministerium in Wiesbaden geschaffen wurde“, so Bousonville abschließend.


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