Die Beratungen zum Nahverkehrsplan 2013-2018 kommen in die entscheidende Phase.
Die Beratungen zum Nahverkehrsplan 2013-2018 kommen in die entscheidende Phase.
Die Abgeordneten im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft haben in ihrer Sitzung in der vergangenen Woche das weitere Procedere festgelegt. „Auch inhaltlich konnten wir uns über die grundsätzlichen Rahmenbedingungen verständigen“, fasste Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai den aktuellen Stand zusammen.
Es bestehe eine breite Übereinstimmung, dass sinnvolle Anpassungen notwendig sind. Dennoch wollen sich alle Beteiligten dafür einsetzen, an der guten Qualität im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) festzuhalten. Am Ende bestimme allerdings die tatsächliche Nachfrage das jeweilige Angebot. Hier werde eng mit den betroffenen Kommunen zusammen gearbeitet, um erfolgreiche Konzepte zu schaffen.
Für den 23. Mai sei eine erneute Gesprächsrunde mit Vertretern verschiedener Organisationen und Verbände vorgesehen. Anschließend werde der vorläufige Entwurf zum Nahverkehrsplan über den Kreisausschuss in den Kreistag geleitet. Nach Möglichkeit soll das Papier am 21. Juni auf der Tagesordnung stehen. „Zur abschließenden Beratung und Abstimmung kommt der Entwurf dann zurück in den zuständigen Ausschuss“, schildert der Vorsitzende Uwe Ringel.
Neben kleineren Veränderungen im Fahrplan steht als wesentliche Neuerung die Einführung des Anrufsammeltaxis auf dem Plan. Daher informierten sich die Abgeordneten im Anschluss an ihre Sitzung über dieses anderorts bereits bewährte Konzept. „Die Fahrzeuge stehen in unserem Kreis zur Verfügung und die Rückmeldungen aus anderen Regionen sind insgesamt positiv“, erläuterte Verkehrsdezernent Kavai.
Volker Rahm, Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, berichtete gemeinsam mit einem Betreiber aus Bad Orb über die Grundlagen für den Einsatz der Anrufsammeltaxis. Das Unternehmen Ruppert-Blum verfügt über 40jährige Erfahrung in der Personenbeförderung und könnte für den Main-Kinzig-Kreis kurzfristig tätig werden. Denn vor allem am Wochenende sowie in den Abendstunden seien einige Buslinien nicht mehr tragfähig.
Auf den betreffenden Strecken können die Anrufsammeltaxis bei Bedarf die Fahrten übernehmen. Praktisch seien die Kleinbusse dann nur bei tatsächlichem Bedarf im Einsatz. „Dabei gelten feste Tarife sowie definierte Routen“, erläuterte Rahm. Das Angebot könne problemlos von Einzelpersonen in Anspruch genommen werden. Allerdings werde es keine Leerfahrten oder unbegründete Umwege geben. Die konkrete Fakten und Bedingungen werden dann bei Einführung vor Ort ausführlich kommuniziert.
Dabei setzt Kavai auch auf die Unterstützung der örtlichen Abgeordneten und Entscheidungsträger. „Eine umfassende Informationspolitik und Aufklärung ist die Grundlage für einen erfolgreichen Nahverkehr“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete. Und mit dem Demographiebeauftragten Carsten Kauck habe das Projekt einen weiteren engagierten Fürsprecher gefunden.
Foto: Das Konzept zum Anrufsammeltaxi stieß bei den Ausschussmitglieder sowie denn kommunalen Vertretern auf großes Interesse.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de