Flächenverbrauch verstärkt Extremwetterlagen

Politik
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„Die Wirkungen von Rekordtemperaturen und Starkregenereignissen werden durch den Verlust von landwirtschaftlichen und ökologischen Flächen und der damit einhergehenden Versiegelung weiter verstärkt“, sagt Rainer Vogel, Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Umweltausschusses.

„Versiegelung bedeutet, dass diese Flächen mit ihren Funktionen für den Wasser- und Naturhaushalt der Umwelt dauerhaft entzogen werden.“ Obwohl die Extremwetterereignisse jedes Jahr zunehmen sinkt die Flächenversiegelung in Deutschland nur unwesentlich. „Welche Dimension der Flächenverbrauch im Main Kinzig Kreis hat möchten wir jetzt durch eine Anfrage beim Main-Kinzig-Kreis klären.“

„Die Versiegelung von Flächen hat zahlreiche ökologische und klimarelevante Folgen“, so Vogel. „Durch Bebauung und den damit verbundenen Ausbau vor allem der Straßeninfrastruktur geht Lebensraum für viel Arten verloren oder wird zerschnitten. Vor allem aber verlieren die Böden unter den versiegelten Flächen ihre Funktionen, wie Wasseraufnahme und Grundwasserneubildung. Auch die Grünflächen in bebauten Gebieten sind oft durch den Umgang mit dem empfindlichen Boden dauerhaft durch Verdichtung geschädigt.“

Intakte Acker- und Grünland Böden können bis zu 200 Liter Wasser pro m³ Boden aufnehmen. Sind die Funktionen des Bodens gestört oder der Böden versiegelt erhöht sich die Gefahr von Hochwasser. „Vor allem aber kann das abfließende Wasser nicht mehr versickern und es findet keine Grundwasserneubildung statt, was uns in diesem Jahr wieder einmal deutlich vor Augen geführt wurde. Die negativen Auswirkungen der Bauwut der vergangenen Jahrzehnte werden nun immer mehr sichtbar. Fläche ist eine endliche Ressource, das heißt für zukünftige Bauprojekte ist eine flächensparende und bodenschonende Bauweise unabdingbar.“, so Vogel.

547 Hektar wurden im Jahr 2020 in Hessen zu „Siedlungs- und Verkehrsfläche“ umgewandelt und zum Großteil versiegelt: „Wir möchten jetzt erfahren, wie viele Hektar zuvor landwirtschaftlich genutzter Fläche in den vergangenen fünf Jahren in unserem Kreis versiegelt wurden. Zudem möchten wir erfahren, wie viele Hektar für naturschutzrechtliche Kompensation, also als Ausgleich zu Baumaßnahmen, der Landwirtschaft entzogen wurden. Dazu muss auch nach produktionsintegrierten Maßnahmen zur Kompensation gefragt werden, also landwirtschaftliche Flächen, die ökologisch aufgewertet wurden, beispielsweise durch Blühflächen oder Hamsterschutzstreifen“, so Vogel abschließend.


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