Verwaltungsvereinbarung für Windpark unterschrieben

Politik

Vor wenigen Tagen haben die Bürgermeister der Gemeinden Hammersbach, Neuberg, Ronneburg und der Stadt Langenselbold eine Verwaltungsvereinbarung zur Durchführung eines gemeinsamen Windparks unterschrieben.

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Die Vereinbarung ergänzt die mit der HESSEN Energie, die den Windpark auf den kommunalen Flächen planen und errichten soll, geschlossenen Verträge der Kommunen im Verhältnis zueinander. So ist in dieser Vereinbarung festgelegt, wie die Pachteinnahmen bei einer erfolgreichen Realisierung des Projektes unter den Gemeinden aufgeteilt werden. Geplant ist, dass von jeder Windkraftanlage die Gemeinde, auf deren Gemarkungsfläche die jeweilige Anlage letztlich errichtet wird, vorab 50 % der Einnahmen erhält. Die restlichen 50 % werden durch alle vier beteiligten Kommunen aufgeteilt. Darüber hinaus wird auch geregelt, dass wenn eine Kommune zukünftig im räumlichen Zusammenhang des Gebiets weiter Anlagen errichten lässt, diese dann ebenfalls dieser Regelung unterliegen sollen.

Diese Vereinbarung, die die Interessen von vier Beteiligten unter einen Hut bringt, hat zumindest für den Südhessen Modellcharakter. Grundsätzlich ist es sinnvoll, eine Bündelung von Windkraftanlagen zu erreichen, auch um andere Bereiche freizuhalten. Zudem sollten die Anlagen möglichst weit von der bebauten Ortslage entfernt sein. Dies sind dann oft hügelige Waldflächen in den Grenzbereichen der Kommunen. Die Vereinbarung trifft nun Regelungen, die zu einem fairen und gerechten Interessensausgleich beitragen sollen. Die Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von immerhin etwa 200 Metern stellen zweifellos einen großen Eingriff in das Landschaftsbild dar, die über die jeweils eigene Gemarkung hinauswirkt. Deshalb ist es aus Sicht der Bürgermeister folgerichtig, hier eine einvernehmliche Lösung zu einem gerechten Vorteils- und Lastenausgleich zu kommen.

Ob, wo und wie viele Anlagen letztlich realisiert werden, lässt sich zum heutigen Tage noch nicht voraussagen. Derzeit werden die notwendigen Naturschutz- und Emissionsgutachten erstellt, die eine hohe Hürde zur Realisierung solcher Projekte darstellen. Darüber hinaus sind die Auflagen der Flugsicherung derzeit ein Unsicherheitsfaktor in den Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen. Die Bürgermeister Michael Göllner, Iris Schröder, Andreas Hofmann und Jörg Muth hoffen jedenfalls, daß das Projekt realisiert werden kann, damit die vier Gemeinden sowohl einen Beitrag zur Energiewende leisten können, aber auch um wichtige Einnahmen für die kommunalen Haushalte zu erzielen.


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