Landratswahl: 10 Fragen an Gabriele Stenger (CDU)

Politik
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Die Überraschung ist der CDU gelungen: Mit Gabriele Stenger wurde eine Kandidatin für die Landratswahl 2023 im Main-Kinzig-Kreis präsentiert, mit der selbst parteintern nicht viele gerechnet hatten. Die Steuerberaterin und Diplomjuristin will bei der Wahl, die vermutlich Ende Januar 2023 stattfinden wird, die Spitze der Kreisverwaltung erobern, die bereits seit über drei Jahrzehnten fest in sozialdemokratischer Hand ist. Aber wer ist eigentlich Gabriele Stenger? Zehn Fragen an die designierte CDU-Landratskandidatin.

Frau Stenger, wann wurden Sie zum ersten Mal damit konfrontiert, für die Wahl bei der Landratswahl anzutreten?
Gabriele Stenger:
„Ich wurde nicht mit der Kandidatur „konfrontiert“, vielmehr gab es im Vorfeld viele gute Gespräche und am Ende ein einstimmiges Votum im Kreisvorstand für meine Kandidatur, worüber ich mich riesig gefreut habe. Nun haben die Delegierten das Wort. Ich weiß, dass es einfachere Ausgangssituationen gibt als gegen den Amtsinhaber anzutreten, aber ich habe richtig Lust auf den Wahlkampf und bin bereit, politische Verantwortung zu übernehmen.  Zu einer Wahl gehört in einer Demokratie die Auswahl - und deswegen machen wir als CDU Main-Kinzig den Wählerinnen und Wählern mit meiner Kandidatur ein personelles Angebot.“

Und wie lange haben Sie darüber nachgedacht, ihre Zustimmung zur Kandidatur zu geben?
Stenger:
„Siehe Antwort auf Frage 1.“

Sagen Sie eigentlich Landratswahl oder Landrätinswahl?
Stenger:
„Ich bin keine Freundin von Kunstworten, daher: Landratswahl.“

Wird es im Wahlkampf eine Rolle spielen, dass Sie eine Frau sind und Amtsinhaber Thorsten Stolz ein Mann?
Stenger:
„Für mich nicht.“ 

Wie würde Sie Ihren Bekanntheitsgrad im Main-Kinzig-Kreis auf einer Skala von 0 bis 10 einstufen?
Stenger:
„Ich würde mir momentan eine solide 5 geben. Im Westkreis ist meine Bekanntheit als Hanauer Lokalpolitikerin naturgemäß sicher höher als im Bergwinkel, aber genau das wird ja die spannende Herausforderung der kommenden Monate sein: Ich will für meine Themen - von der Wirtschaftsförderung über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zum Umwelt- und Tierschutz - werben, und mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zwischen Maintal und Sinntal persönlich ins Gespräch kommen.“

Und was werden Sie tun, um Ihren Bekanntheitsgrad bis zur Wahl zu verbessern?
Stenger:
„Ich werde bei vielen Terminen vor Ort präsent sein und natürlich auch die sozialen Netzwerke und weitere Online-Angebote nutzen. Gerne stehe ich jederzeit für den direkten Austausch zur Verfügung und freue mich über Anfragen oder Einladungen.“

Woher könnten Sie die Wählerinnen und Wähler denn bereits jetzt in Langenselbold, Wächtersbach oder Schlüchtern kennen?
Stenger:
„Aufgrund meiner Tätigkeit als stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Main-Kinzig und in der Frauen Union Main-Kinzig habe ich bereits jetzt sehr gute Kontakte in die örtlichen CDU Stadt- und Gemeindeverbände im gesamten Kreisgebiet. In den vergangenen Tagen habe ich von vielen Parteifreundinnen und - freunden bereits viel Zuspruch bekommen. Ich bin sehr dankbar, dass ich auf ihre Unterstützung bauen kann und freue mich auf den Wahlkampf vor Ort.“

Ihre Parteikollegin Dr. Katja Leikert hatte eine Kandidatur bei der Wahl 2017 unter anderem mit dem Argument abgelehnt, dass sie die Leitung einer Behörde mit weit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als zu große Herausforderung sehe. Warum können Sie diese Aufgabe stemmen?
Stenger:
„Katja Leikert vertritt ihren Wahlkreis hervorragend als Bundestagsabgeordnete und ist eine starke Stimme für den Main-Kinzig-Kreis in Berlin. Wir arbeiten bereits heute sehr gut zusammen und ich würde mich freuen, wenn wir das in neuer Konstellation dann künftig noch intensiver tun könnten. Ich traue mir das Amt der Landrätin zu, weil ich neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit auf kommunalpolitischer Ebene als selbständige Steuerberaterin über langjährige Berufserfahrung verfüge. Ich komme aus der freien Wirtschaft und will diesen unverbrauchten Blick nutzen, um auch im Bereich der Verwaltung neue Impulse zu setzen. Ich will mich dafür einsetzen, dass der Main-Kinzig-Kreis sein großes Potenzial künftig besser nutzt. Den Landkreis zu repräsentieren und zu verwalten ist das eine. Die Anforderungen gehen aber weit darüber hinaus. Wohnen, Arbeiten, Energie und Fachkräftemangel sind nur eine Auswahl der drängenden Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen und die entschlossen angegangen werden müssen.“

Bei Ihrer Vorstellung wurde seitens der CDU ein „heftiger Wahlkampf“ angekündigt. Was ist darunter zu verstehen?
Stenger:
„Der Wahlkampf wird verhältnismäßig kurz und dementsprechend kompakt - also heißt es Vollgas geben von Tag eins im Wahlkampf an.“

Sie leben in Hanau-Steinheim, die Stadt Hanau will in zwei Jahren kreisfrei sein. Im Fall Ihres Wahlsieges würde dann also der Main-Kinzig-Kreis von Hanau aus regiert oder wie ist das zu verstehen?
Stenger:
„Ich bin in Maintal aufgewachsen und zur Grundschule gegangen, ich habe in Nidderau gelebt, bin also ein Kind der Region. Für die Qualität meiner Arbeit wird es keine entscheidende Rolle spielen, wenn ich nach Feierabend aus dem Landratsamt in Gelnhausen zu meiner Familie nach Steinheim fahre.“


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