Kein privates Unternehmen war bereit zum Breitbandausbau

Politik

„Als Bundestagskandidat und Kreistagsabgeordneter hätte ich Conrad Buchholz ein wenig mehr Ahnung von der Materie gewünscht“, meldet sich Uwe Ringel, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft, zu Wort.

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Ringel bezieht sich mit seiner Aussage auf das Interview von Buchholz in den Kinzigtal-Nachrichten am Donnerstag, als der FDP-Kreistagsabgeordnete erklärt hatte, dass private Unternehmen beim Breitbandausbau für weniger Geld Besseres leisten würden. „Conrad Buchholz leiert die alte FDP-Nummer herunter, ohne sich Gedanken zu machen. Hätte er im Kreistag aufgepasst, hätte er gewusst, dass es kein privates Unternehmen in ganz Europa gibt, das bereit war, im Main-Kinzig-Kreis flächendeckend in den Breitbandausbau zu investieren“, erläutert Ringel. So habe der Main-Kinzig-Kreis eine europaweite Ausschreibung initiiert, auf die sich kein Dienste-Anbieter gemeldet habe. „Es liegt schriftlich vor, dass kein Privatunternehmen interessiert ist. Was Conrad Buchholz da verlautbart, ist also einfach nur Unsinn“, resümiert Ringel.

Buchholz und der FDP gehe es einfach nur darum, das hessenweit gelobte Breitband-Projekt schlechtzureden. „Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch, ein Parteifreund von Conrad Buchholz, hat Landrat Erich Pipa als Referent zum Breitbandgipfel des Landes Hessen eingeladen“, führt Ringel aus. Während Conrad Buchholz vor Ort noch die Initiative kritisiere, versuche Rentsch bereits, von dem Breitbandausbau im Main-Kinzig-Kreis nach außen hin selber zu profitieren. „Conrad Buchholz soll sich besser informieren oder aber die Pauschalaussage, dass private Unternehmen das besser können, mit Fakten untermauern“, empfiehlt Ringel. Ansonsten sei es besser, dass er seine Donuts weiterhin im Lehrerzimmer statt in der Öffentlichkeit verzehre.


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