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„Dies bedeutet, dass der bestehende Hochwasserschutz an seine Grenzen kommen wird.“ Aus diesem Grund stellen die Grünen einen Antrag zur kommenden Kreistagssitzung, sich über neue Möglichkeiten des Hochwasserschutzes zu informieren.

„Aktuell werden mehrere Hochwasserrückhaltebecken im Main-Kinzig-Kreis geplant.“ Dazu zählen die Becken Bad Soden/Salz, Weilers/Bracht und Erlensee/Fallbach: „Für uns ist klar: Eine schnelle Realisierung dieser Rückhaltebecken ist für einen auskömmlichen Hochwasserschutz im Main-Kinzig-Kreis unabdingbar.“ Deswegen müssen die Planungen, Planfeststellungsverfahren und Machbarkeitsstudien schnell abgeschlossen werden: „Auch die Frage der Finanzierung muss geklärt werden. Der Schutz der Menschen im Main-Kinzig-Kreis sollte nicht an finanziellen Hürden scheitern“, bekräftigt Bousonville.

Im Rahmen des Antrages möchten die Grünen neben einem Bekenntnis zur schnellen Realisierung der Rückhaltebecken auch, dass die Geschäftsführer des Wasserverbandes Kinzig und des Nidder-Seemenbach-Verbandes in eine Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft eingeladen werden: „Ziel ist es, dass die gerade in der Umsetzung befindlichen Planungen aber auch die Ideen der vergangenen Jahrzehnte besprochen und erörtert werden. Hochwasserschutz muss als hybride Lösung gedacht werden. Der Stausee bei Ahl aber auch die geplanten Rückhaltebecken können zur Trinkwassergewinnung und zur Erzeugung von regenerativen Energien genutzt werden. Diese Ideen und diese moderne Gestaltung des Hochwasserschutzes soll im Rahmen der Ausschusssitzung diskutiert werden.“

Die Grünen erhoffen sich damit neue Impulse seitens der Kreises und der zuständigen Behörden: „Die Planungen und die letztendliche Realisierung erstrecken sich oft über eines oder mehrere Jahrzehnte. Im Hinblick auf Starkregenereignisse und Überflutungen auch in Teilen des Main-Kinzig-Kreises braucht es aber entschiedenes und schnelles Handeln. So wie die Entscheidung zum Bau der Kinzigtalsperre eine Jahrhundertentscheidung für die Zukunft war, braucht es auf der Basis der jetzigen Probleme wieder mutige Jahrhundert-Entscheidungen. Mit unserem Antrag wollen wir neue Impulse geben und im Rahmen der Diskussion notwendige Handlungsschritte erörtern“, so Bousonville abschließend.


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