Notunterkünfte: Sporthalle Birstein ab Ende Januar wieder frei

Politik
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Was der Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen Monaten vorbereitet und angekündigt hat, wird sich in den kommenden Wochen konkretisieren: Bereits Ende Januar 2023 wird die Nutzung der Großsporthalle in Birstein als Notunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende eingestellt. Entsprechende Weichen hat der Main-Kinzig-Kreis dieser Tage gestellt und damit einen zeitlichen Plan für die erste von insgesamt vier als Notunterkunft genutzten Sport- und Mehrzweckhallen vorgelegt.

Auch diese Sport- und Mehrzweckhallen in Wächtersbach, Langenselbold sowie in Hanau-Mittelbuchen sollen in den nächsten Monaten wieder freigegeben werden.

Möglich wird dieser Schritt, weil der Main-Kinzig-Kreis mit großer Anstrengung mehrere alternative Unterbringungsmöglichkeiten in Form von Gemeinschafts- und Notunterkünften geschaffen hat. Insbesondere die zuletzt getroffene Vereinbarung mit der Stadt Hanau zum Kasernengelände Underwood hat diesen Prozess jetzt noch einmal beschleunigt und die Grundlage für zusätzliche Unterbringungskapazitäten gelegt. Hier sollen zunächst etwa 300 Menschen eine Zuflucht finden. „Damit sind wir in der Lage, voraussichtlich bis Ende Februar ähnlich viele Plätze zur Erstunterkunft und -betreuung zu schaffen, wie sie in den derzeit belegten Hallen noch genutzt werden“, schildert Landrat Thorsten Stolz (SPD) die Entwicklung.

„Bereits in den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Optionen geprüft und mit Unterstützung von Städten und Gemeinden an verschiedenen Stellen geeignete Unterkünfte aufgebaut beziehungsweise geplant“, berichtet Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD). Aufgrund der anhaltend hohen Zuweisungen von geflüchteten Menschen musste der Main-Kinzig-Kreis unter anderem in Notunterkünften in drei Schulturnhallen in Birstein, Wächtersbach und Langenselbold sowie in der Mehrzweckhalle in Hanau-Mittelbuchen Schlafplätze für zirka 500 Menschen einrichten. 

Zu Beginn des Jahres 2022 verfügte der Main-Kinzig-Kreis mit der Schlüchterner Einrichtung Hof Reith nur über eine Immobilie zur Unterbringung von rund 220 Geflüchteten. „Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und Fluchtbewegungen aus anderen Krisenregionen hat der Main-Kinzig-Kreis dann in kurzer Zeit zahlreiche neue Unterkünfte schaffen müssen“, betont Simmler. Zu den genannten vier Hallen und inzwischen zehn Gemeinschaftseinrichtungen – plus Hof Reith – waren zuletzt fünf weitere hinzu gekommen in Erlensee und Maintal ebenso wie in Bad Soden-Salmünster, Freigericht und an der Kreissportanlage in Gelnhausen. Letztere Notunterkunft wurde schon im Laufe des Monats Dezember belegt.

Damit benötigt der Main-Kinzig-Kreis die Sporthalle in Birstein spätestens zum 1. Februar nicht mehr als Unterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende. „Sobald die Halle frei ist, werden wir zügig mit dem Rückbau der Unterkunft beginnen und das Gebäude wieder für den ursprünglichen Zweck herrichten“, sagt Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann. Da für die Halle in den kommenden Monaten noch eine Dachsanierung ansteht, wird als vorrübergehende Ausweichmöglichkeit die bereits angekündigte Leichtbauhalle errichtet und zur Verfügung stehen.

„Die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten und Asylsuchenden ist und bleibt ein enormer Kraftakt für die Kommunalpolitik, die Verwaltung und auch für die Städte und Gemeinden, die ihrerseits entsprechende Plätze schaffen mussten“, blickt die Kreisspitze mit Landrat Thorsten Stolz, der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler sowie dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann auf das vergangene Jahr zurück. In den zurückliegenden zwölf Monaten sind über 9.000 Asylsuchende und Geflüchtete in den Main-Kinzig-Kreis gekommen (2021: 772 Personen). Rund 7.600 befinden sich immer noch im Kreisgebiet.

Mit bis zu 160 Menschen pro Woche werden dem Main-Kinzig-Kreis derzeit hessenweit die meisten Geflüchteten zugewiesen. In welchem Umfang das Land Hessen den Main-Kinzig-Kreis im kommenden Quartal einplant, hat die Landesregierung bisher nicht bekanntgegeben. Der Main-Kinzig-Kreis und seine Städte und Gemeinden stellen sich auf eine ähnliche Größenordnung wie im abgelaufenen Jahr ein und treffen die notwendigen Vorbereitungen.

„Und losgelöst davon, wie jeder von uns zur Flüchtlings- und Asylpolitik auf europäischer und nationaler Ebene stehen mag, so haben wir vor Ort zunächst einmal den klaren Handlungsauftrag, diese große Aufgabe so gut wie möglich zu lösen. Das bedeutet, wir setzen alles daran, diesen Menschen zu helfen und ihre Unterbringung zu organisieren. Daher gilt mein Dank allen Helferinnen und Helfern, egal ob im Haupt- oder Ehrenamt, die unermüdlich mitanpacken und dabei helfen, diese Mammutaufgabe im Main-Kinzig-Kreis und den 29 Städten und Gemeinden zu meistern“, so Landrat Thorsten Stolz.


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