Neujahrsempfang: SPD stimmt sich auf Wahlkampfendspurt ein

Politik
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Der SPD Unterbezirk Main-Kinzig hat zum traditionellen Neujahrsempfang in die Klosterberghalle nach Langenselbold eingeladen und stellvertretende Vorsitzenden Oliver Habekost begrüßte in Vertretung von Andreas Hofmann – der aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt war - die circa 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen, Rettungsorganisationen und Verbänden. Habekost kündigte den Hauptredner vom Neujahrsempfang, Landrat Thorsten Stolz (SPD), mit der Feststellung, dass er seinen „Job zwischen Maintal und Sinntal in hervorragender Weise gemacht hat“, an und wünschte ihm viel Erfolg bei der Wahl am 29. Januar.

Der Amtsverteidiger stellte die wesentlichen Eckpunkte seines Wahlkampfs hervor und schilderte „Fakt um Fakt“ in sehr sachlicher Form circa 45 Minuten lang die Erfolge im Main-Kinzig-Kreis in der vergangenen Wahlperiode. Damit hält sein Versprechen zu Beginn des Wahlkampfes ein, das er angesichts der weltpolitischen Krisen abgegeben hat,  „ohne Schnickschnack, Gedöns“ und persönliche Angriffe auf seine CDU-Herausforderin Gabriele Stenger.

Stolz begann seine Rede mit einem deutlichen Appell an den russischen Präsidenten: „Herr Putin, beenden Sie das sinnlose Morden in der Ukraine“.

Entschlossen trug er seine wichtigsten Vorhaben, darunter die Rekordinvestition von mindestens 150 Millionen Euro in Bildung und Schulen innerhalb der kommenden fünf Jahre, vor. Kernaussagen traf er zu den Themen: Attraktiver Wohnstandort mit der „Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“ und der Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft, denn es gibt derzeit ein Marktversagen. Für seine Aussage „Der private Markt regelt das nicht!“ erhielt er kräftig Beifall von den Veranstaltungsbesuchern.

Der Main-Kinzig-Kreis habe in den vergangenen Jahren einen Zuwachs von circa 30.000 Einwohnern und sei mit 430.000 Einwohnern ein starker Wirtschaftsstandort! Derzeit gebe es 140.000 versicherungspflichtige Arbeitsplätze und es sei weiterhin Dynamik auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liege mit 4,7 % im MKK unter dem Durchschnitt in Hessen und der Bundesrepublik Deutschland.

Schwerpunkte will Stolz bei Bildung und Schule, Glasfaser-Ausbau, die Versorgung im medizinischen und Pflegebereich sowie dem Ausbau der erneuerbaren Energie setzen: "In den nächsten 5 Jahren werden 150 Millionen € in die Sanierung und den Neubau von Schulen investiert. Der Landrat bekannte sich klar zum Erhalt und Ausbau der Integrierten Gesamtschulen. In diesem Zusammenhang lobte er seinen – leider viel zu früh verstorbenen Vorgänger, Landrat Erich Pipa, der bereits 2012 mit der Gründung der Breitbandgesellschaft eine wegweisende Entscheidung getroffen habe. Ein gewaltige Investitionssumme von 200 Millionen € für die Privathaushalte (100 Mio vom Bund, 80 Mio vom Bund und 20 Mio vom Kreis) stehen zur Verfügung um die Standorte im MKK attraktiver zu machen."

Im Zusammenhang mit einem Ausblick in die Zukunft zeigte sich Thorsten Stolz sehr zuversichtlich, dass es bei der Transformation der Arbeitswelt gelingen wird, eine Außenstelle der Technischen Hochschule in Mittelhessen zu schaffen. Ihm schwebe ein ähnlicher „Ausbildungscampus“ wie in Fulda mit einem Wohnheim für Auszubildende vor um dem Mangel an Fachkräften langfristig beseitigen zu können.

Text und Fotos: Anton Hofmann


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