Im Main-Kinzig-Kreis waren 2010 laut IAB der Bundesagentur für Arbeit 18.657 der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Niedriglohnsektor beschäftigt.
Im Main-Kinzig-Kreis waren 2010 laut IAB der Bundesagentur für Arbeit 18.657 der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Niedriglohnsektor beschäftigt.

"Auch das Hessische Statistische Landesamt hat für Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigte eine aufschlussreiche Zahl veröffentlicht: Danach arbeiteten 8% (155.000) der Beschäftigten im Jahr 2010 für einen Lohn, der unter 8,50 Euro lag. Auf niedrige Löhne folgt eine niedrige Rente. Dem wollen wir eine Neue Ordnung der Arbeit entgegen setzen. Die alte geht nämlich zulasten der Mehrheit der Menschen,“ so der DGB Kreisvorsitzende Klaus Ditzel anlässlich der bundesweiten Aktionstage des DGB Hessen-Thüringen für eine Neue Ordnung der Arbeit vom 7. bis 9. Juni in Hanau und Gelnhausen.
„In Hanau und Gelnhausen haben wir mit der Pendleraktion „Gewerkschaftliche Antwort auf Hungerlöhne.“ Bürgerinnen und Bürger über unsere Forderungen informiert und mit ihnen diskutiert. Wir wollen, dass Arbeit wieder als zentrales Element der Teilhabe und persönlichen Verwirklichung anerkannt wird.
Um die neue Ordnung durchzusetzen, fordert der DGB unter anderem die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von mindestens 8,50 Euro und eine Regulierung der Leiharbeit. Der Missbrauch von Werkverträgen zum Lohn- und Sozialdumping muss strikt unterbunden werden. Tarifbindung und betriebliche Mitbestimmung sollen gestärkt werden. Frauen müssen für die gleiche Arbeit auch endlich das gleiche Geld bekommen.
Alle Arbeitsverhältnisse sollen ohne Ausnahme sozialversicherungspflichtig werden. Der Sonderstatus von Minijobs muss aus unserer Sicht beendet werden. Die Gewerkschaften wollen bei niedrigen Verdiensten auch die Arbeitgeber in die Pflicht nehmen. Bei Einkommen unter 800 Euro sollen ihre Beiträge an die Sozialversicherungen höher sein als die der Beschäftigten. Erst darüber gilt dann die paritätische Finanzierung. Bei öffentlicher Auftragsvergabe müssen soziale Kriterien berücksichtigt werden, wie etwa Tariftreue, Mindestlohn oder die Gleichstellung von Männern und Frauen.“
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de