Junge Union organisiert Seminar zum Thema DDR

Politik

Eine spannende und lehrreiche Zeit verbrachte eine Gruppe der Jungen Union Main-Kinzig bei ihrem Frühjahrsseminar.

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Einen Schwerpunkt legte die Gruppe rund um den Kreisvorsitzenden Andy Wenzel und das Bundesvorstandsmitglied Max Schad auf das Thema ehemalige DDR.

In Vorträgen, Filmen und Diskussionen näherte man sich in fünf Seminartagen diesem Kapitel deutscher Vergangenheit, das manch einer aus der politischen Linken lieber allzu schnell vergessen würde. Intensiv sprach man auch über die Jugendarbeit in der „DDR“, die - staatlich streng gelenkt - die Erziehung zum sozialistischen Menschen begleiten sollte. Schockiert waren die Teilnehmer, dass wenige über das SED-Unrechtsregime in der Schule gesprochen hatten. Ein Zustand, der so nicht haltbar sei, waren sich die Seminarteilnehmer einig. Die Junge Union appellierte an alle Geschichts- und Politiklehrer im Main-Kinzig-Kreis, dieses Thema nicht auszusparen. Bedenke man, dass das jüngste Maueropfer erst vor einigen Jahren der JU-Altersgrenze von Mitte dreißig entwachsen wäre, mache dies die Aktualität des Themas deutlich.

Ein Ausflug führte die Gruppe zum Grenzmuseum Schifflersgrund in Bad Soden-Allendorf, wo man hautnah das menschenverachtende Grenzregime der DDR nachvollziehen konnte. Mit einem Zeitzeugen kam ein sehr interessantes Gespräch über das alltägliche Leben an der Grenze auf, das von Schikanen und massiven Eingriffen in die Privatsphäre der Menschen geprägt war. Auf dem früheren Kolonnenweg wanderte die Gruppe entlang der noch bestehenden Grenzanlagen. Der Zeitzeuge erläuterte die einzelnen Sicherungsmaßnahmen wie Selbstschussanlage, Minen und Hundelaufanlagen. Zur Grenzsicherung gehörte auch eine Sperrzone, die für die Bewohner auf östlicher Seite nicht selten eine Zwangsumsiedelung, zumindest aber eine strenge Überwachung zur Folge hatte. „Es ist kaum zu glauben, dass so etwas unweit der eigenen Haustüre stattgefunden hat“, betonte einer der jüngeren Seminarteilnehmer.

Besonders nachdenklich stimmte die Teilnehmer die Geschichte des damals 34 jährigen Heinz-Josef Große, der in unmittelbarer Nähe zur heutigen Gedenkstätte im Jahr 1982 bei einem Fluchtversuch von DDR-Grenzschützern erschossen wurde. Große hatte den letzten Zaun bereits überwunden und kehrte noch einmal zurück, um seine Ausweispapiere zu holen. Erst dann seien die tödlichen Schüsse auf ihn abgegeben worden. Die Gruppe gedachte an seinem Gedenkstein an Heinz-Josef Große.

„Das Grenzmuseum Schifflersgrund ist eine sehr gute Einrichtung, gerade um jungen Menschen anschaulich zu machen, was das DDR-Grenzregime für die Menschen bedeutete. Jeder Schüler aus dem Main-Kinzig-Kreis sollte hier einmal gewesen sein“, betonten Andy Wenzel und Max Schad.

Foto: Die Seminarteilnehmer am Grenzmuseum Schifflersgrund.


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