So könnte es nach Berichten der Bundesnetzagentur nicht nur zu Stromengpässen, sondern auch zu einem Netzausfall kommen, wenn nicht genügend Reservekraftwerke bereitstünden. Diese missliche Lage sei ein Ergebnis der noch nicht abgeschlossenen Energiewende, deren Realisierung weit schwieriger sei als angenommen und auch weit mehr koste als bisher kalkuliert. Nach Informationen der Liberalen erfüllt der Block 1 von Staudinger eigentlich alle emissionsrechtlichen Bedingungen, da er mehrfach modernisiert und nachgerüstet worden sei. Insofern stellt sich die Frage, warum ein voll funktionsfähiger Block abgerissen werden soll, wenn man doch Kraftwerke als Kaltreserve benötigt. Für Hanau und den Main-Kinzig-Kreis würden sich sogar noch weitere Vorteile aus dem Vorschlag, Staudinger 1als Kaltreserve zu betreiben, ergeben. So wäre zum einen die Fernwärmsicherheit für Hanau und Großkrotzenburg garantiert. Die Kosten, die für die Besicherung anfallen, könnten so eventuell ganz oder teilweise gespart werden. zum anderen würden auch Arbeitsplätze in Großkrotzenburg gesichert. Dr. Piesold und Alexander Noll fordern deswegen den Oberbürgermeister der Stadt Hanau und den Landrat des Main-Kinzig-Kreises auf, sich bei den zuständigen Behörden einzusetzen, damit die Stilllegungsverfügung ganz oder teilweise revidiert wird.
Foto (von links): Alexander Noll, Florian Rentsch und Dr. Ralf-Rainer Piesold.
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