Reiner Bousonville, Vorsitzender der Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, reagiert in einer Pressemitteilung höchst verärgert auf die Bergwinkel-Kolumne des früheren Vize-Landrats Günter Frenz (CDU) am 4. Juli 2013.
Darin bewertet Günter Frenz den einstimmig im Kreistag gefassten Beschluss, die Anteile des Main-Kinzig-Kreises am Unternehmen Überlandwerke Fulda AG (ÜWAG) zu verkaufen, aus Sicht des Bergwinkels.
Bousonville ist empört, wie „das hervorragende Verhandlungsergebnis der Kreisspitze und eine aus Überzeugung von allen Fraktionen mitgetragene Entscheidung am Ende doch noch zerredet und die Wahrheit ins Gegenteil verkehrt werden soll. Die Formulierung des ehemaligen CDU-Dezernenten zum Besitz der ÜWAG-Anteile, „das erwirtschaftete Vermögen stammt aus dem Bergwinkel“, verlange eine klare Ansage und Richtigstellung in Richtung Frenz.
„Das Vermögen der ÜWAG-Anteile ist im gesamten Versorgungsgebiet der ÜWAG entstanden und nicht nur im Bergwinkel. Die Beteiligung hielt der gesamte Main-Kinzig-Kreis und nicht nur der Bergwinkel. Damit steht auch der Verkaufserlös dem gesamten Kreis und seinen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung - und nicht allein dem „Bergwinkel“. Zukunftsfähige und nachhaltige Projekte müssen allen Bevölkerungsteilen des Kreises zu Gute kommen, ob sie in der Region um Schöneck leben, in Niederdorfelden, Maintal oder in Freigericht, in Birstein oder in der Region Sinntal. Der Grundsatz gelte genauso für die kommunalen Krankenhäuser, für die Seniorenbetreuung oder Energieprojekte. Den Blickwinkel, wie Günter Frenz es tut, allein auf den Bergwinkel zu verengen, zeigt auch eine Enge im Denken, die wir GRÜNEN nicht gutheißen und die auch nicht gut ist für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis. Zukunft bedeutet, den Blick auch einmal über den Tellerrand hinaus zu lenken und die geistige Kleinkrämerei hinter sich zu lassen“, so Bousonville.
Es spreche für sich, so der Grüne, dass die Entscheidung über den Verkauf der Kreisanteile an der ÜWAG im Kreistag einstimmig gefallen sei – und erst recht, wenn dieser einstimmige Beschluss in Zeiten des Wahlkampfes erfolgt sei. „Alle Fraktionen im Kreistag haben eine Güterabwägung vornehmen müssen, um die bestmögliche Entscheidung für die Zukunft des Main-Kinzig-Kreises zu treffen. Aus gutem Grund haben sich die Fraktionen dazu entschlossen, diese einmalige Chance zu nutzen, die sich mit dem Erlös für den Verkauf der ÜWAG-Anteile bietet, um die erforderlichen Investitionen für die Zukunft des gesamten Main-Kinzig-Kreises zu stemmen“, erläutert Bousonville. Günter Frenz isoliere sich mit seiner Position nicht nur innerhalb seiner Partei, die die Entscheidung mitgetragen habe, sondern auch innerhalb der gesamten kommunalen Familie.
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