Gegen den Vorschlag des hessischen Wirtschaftsministers Florian Rentsch (FDP), den Block 1 des Kohlekraftwerks Staudinger wieder in Betrieb zu nehmen, um ihn als Notfallreserve zu nutzen, kommt auch Gegenwind von den LINKEN.
Gegen den Vorschlag des hessischen Wirtschaftsministers Florian Rentsch (FDP), den Block 1 des Kohlekraftwerks Staudinger wieder in Betrieb zu nehmen, um ihn als Notfallreserve zu nutzen, kommt auch Gegenwind von den LINKEN.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten Barbara Cárdenas und des Hanauer Fraktionsvorsitzenden Jochen Dohn, sprechen die beiden LINKEN-Politiker von einer „umwelt- und energiepolitischen Geisterfahrt der FDP“.
DIE LINKE verweist darauf, dass selbst die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) eindeutig der Meinung ist, dass für sie eine Reaktivierung des 1965 gebauten Staudinger Block 1 nicht infrage komme. Dieser wurde Ende April diesen Jahres stillgelegt, nachdem das Regierungspräsidium Darmstadt dem Energiekonzern Eon aus Umweltschutzgründen eine endgültige Stilllegungsverfügung für Block 1 zugestellt hatte.
„Auch wenn Rentsch und die Bundesnetzagentur das immer wiederkehrende Horrorszenario eines Blackouts in die Republik posaunen - einer der ältesten und somit dreckigsten Steinkohleblocks muss abgeschaltet bleiben! Zumal die Anlage teils schon zurückgebaut wurde und ein Wiederanfahren ein neues Genehmigungsverfahren mit sich bringen wird. Dies würde nicht nur Monate dauern, sondern auch Millionen an Euro verschlingen. Geld, das für die Stabilitätssicherheit der erneuerbaren Energien fehle. Dabei gibt es am Standort Staudinger das Gaskraftwerk, welches für die Notfallreserve in den kalten Monaten genutzt werden kann und dies wird sich Eon wohl noch fürstlich entlohnen lassen“, betonen Cárdenas und Dohn.
Nach Ansicht der LINKEN scheint die FDP in ihrem Wahlkampf wieder einmal die Interessen der Industrie gegen die der Umwelt und der Menschen zu vertreten. Denn schon vor wenigen Tagen haben der FDP-Landtagsabgeordnete Noll und sein Parteikollege, der nicht wiedergewählte Hanauer Ex-Stadtrat Dr. Piesold, Staudinger Block 1 als Notfallreserve ins Spiel gebracht.
Cárdenas: „Die Wählerinnen und Wähler haben es bei der Bundes- und Landtagswahl am 22.09. in der Hand, ob es bei Umweltschutz und Energieversorgung eine Geisterfahrt oder eine Weiterentwicklung gibt.“
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