Nach seiner Auffassung habe Zach mit seinen Äußerungen das ungeschriebene Gesetz gebrochen, dass Schuldezernenten niemals ihre Schulleiter in der Öffentlichkeit attackieren. Dass Zach diesen Grundsatz nun gebrochen habe, sei „äußerst bedauerlich“. Im Gegensatz zu Zach habe sich der ehemalige Schuldezernent Günter Frenz immer vor seine Schulleitungen gestellt und Kritikpunkte im direktem Gespräch ausgeräumt.
„Die Art und Weise der öffentlichen Kritik von Herrn Zach ist für einen Schuldezernenten unwürdig. Politische Schaukämpfe kann er im Kreistag und mit den Fraktionen führen. In den Gesprächen mit den Schulleitern müssen aber Politik und vor allem Parteipolitik außen vor bleiben“, so Tauber in einer Stellungnahme.
Kritik erfährt Zach auch für seine Aussage, er habe zu keinem Zeitpunkt das Ende der Hauptschulen herbeigewünscht. „Herr Zach war noch nicht in das Amt des Schuldezernenten eingeführt, als er öffentlich das gemeinsame Lernen und das möglichst lange Offenhalten von allen Bildungsabschlüssen einforderte“, stellt Reul klar. In einem Presseartikel habe Zach den CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Reul sogar eine „unerträglich unsoziale Haltung“ vorgeworfen, weil dieser am dreigliedrigen Schulsystem und somit an der Hauptschule festhalten. „Mit diesen Aussagen ist Matthias Zach in sein neues Amt gestartet und an diesen Aussagen muss er sich heute messen lassen“, stellt Tauber klar. „Die Grünen loben derzeit gebetsmühlenartig ihren Schuldezernenten für seine pragmatische Bildungspolitik. Diese pragmatische Bildungspolitik hat für heftige Elternproteste und ein langes Mediationsverfahren gesorgt, an dessen Ende die Grundschulschließungspläne des Dezernenten im Ostkreis komplett eingestampft wurden. Die Schulpolitik von Matthias Zach ist nicht pragmatisch, sie trieft vor grüner Ideologie“, so Peter Tauber abschließend.
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