CDU Main-Kinzig besucht alevitische Gemeinde in Hanau

Politik
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Eine Delegation der CDU Main-Kinzig um den Arbeitskreisvorsitzenden des „AK Teilhabe“, Devran Aydin, und die Hanauer CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert hat die Alevitische Gemeinde und Umgebung e.V. in Hanau besucht.



Bei dem Treffen mit dem neunköpfigen Vorstand präsentierte der Vorsitzende der Gemeinde, Emin Yurtsever, einige Informationen über alevitisches Leben in Deutschland und erläuterte die religiösen Hintergründe des Alevitentums.

In Deutschland leben ca. 700.000 Aleviten, die sich auf 162 Ortsgemeinden verteilen. In Hanau leben schätzungsweise 2.000 bis 2.500 Menschen, die dem Alevitentum angehören; davon sind 458 Gläubige Mitglied in der Hanauer Gemeinde. Die Alevitische Gemeinde bietet ein vielfältiges Angebot für ihre Mitglieder rund um Themen wie Glaube, Bildung, Sport, Kunst und Kultur. Neben fröhlichen Anlässen wie Feiern, besteht  die Möglichkeit, auch Trauerfeiern, Beisetzungszeromonien und das Totenmahl in den Räumlichkeiten ihrer Hanauer Gemeinde stattfinden zu lassen.

Das Thema Bildung nimmt in der alevitischen Gemeinde breiten Raum ein. Freiwillige Helfer geben in ihrer Freizeit jeden Sonntag von 13 bis 14 Uhr Nachhilfe in allen Unterrichtsfächern. Aufgrund der großen Nachfrage ist die Gemeinde hierfür auf der Suche nach weiteren ehrenamtlichen Helfern. Darüber hinaus beteiligt sich die Gemeinde aktiv am Stadtleben und ist u.a. beim Bürger- und Lamboyfest mit einem Essen- und Getränkestand vertreten.

Kunst und Kultur spiegeln sich im Glauben und der Herkunft des Alevitentums wider. So werden anatolische Folklore und Tänze gelehrt, sowie musikalische Veranstaltungen abgehalten. Besonders die Musik und die Gedichte sind hierbei von zentraler Bedeutung und sagen viel über die Herkunft des Alevitentums aus.

Der Ursprung des Alevitentums wird fälschlicherweise dem Islam zugeordnet. Dabei ist das Alevitentum eine eigene Religion, die sich in Anatolien entwickelt hat und ganz alte Traditionen in sich birgt. Inzwischen wird das Alevitentum auch in Deutschland als eine eigenständige Religion anerkannt. Das Alevitentum bezeichnet sich selbst als YOL, was man als „mystischen und spirituellen Weg“ übersetzten kann. Dabei ist das Ziel, dass der Mensch die Lehre der 4 Tore und 40 Stufen durchschreitet, um die Entwicklung zum vollkommenen Menschen abzuschließen. Alles, einschließlich des Menschen, trägt das Göttliche in sich und steht daher immer im Mittelpunkt.

Nach dieser Einführung in die Geschichte des Alevitentums folgte eine musikalische Einlage durch den ersten Vorsitzenden der Hanauer Gemeinde sowie eine offene Frage- und Diskussionsrunde.  „Für die CDU gilt: Jeder, der sich mit den Werten unserer Bundesrepublik identifiziert, unabhängig der religiösen oder kulturellen Prägung, ist Teil unserer Gesellschaft“, betont der Arbeitskreisvorsitzende Devran Aydin.

alevitcdumkk az


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

online werben

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2