Delegation aus Japan informiert sich über Telenotarzt-Zentrale

Eine Delegation aus Japan besuchte die Telenotarzt-Zentrale des Main-Kinzig-Kreises. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Manuel Wilhelm (links), erläuterte die Technik und die Abläufe in einem Telenotarzt-Einsatz.

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Die Telenotarztzentrale des Main-Kinzig-Kreises hat vor wenigen Tagen besonderen Besuch erhalten. Dr. Manuel Wilhelm, der Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Kreises und selbst aktiver Telenotarzt, begrüßte eine sechsköpfige Delegation der Firma Nihon Kohden aus Japan. Nihon Kohden ist einer der weltweit führenden Hersteller medizintechnischer Geräte und produziert unter anderem Intensivmonitore und Defibrillatoren.



Bereits vor der Anreise nach Deutschland hatte die überwiegend aus Technikern, Ingenieuren und IT-Spezialisten bestehende Gruppe den Wunsch geäußert, eine Telenotarztzentrale zu besichtigen – und war erfreut, dass das Gefahrenabwehrzentrum des Kreises seine Türen für sie öffnete.

Der Main-Kinzig-Kreis betreibt seit mehreren Jahren die einzige feste Telenotarzt-Zentrale in Hessen. Derzeit sind bereits 28 Rettungswagen im Main-Kinzig-Kreis telemedizinisch ausgestattet und rund um die Uhr aktiv. Zusätzlich werden weitere Rettungswagen zum Beispiel im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg mitbetreut. Der technische und organisatorische Teil wird dabei von der Firma Umlaut Telehealthcare verantwortet, die mit einer weiteren Zentrale in Aachen außerdem die zuverlässige Verfügbarkeit auch bei Personalengpässen oder gleichzeitig eingehenden Einsätzen sicherstellt. Die Telenotärzte am Standort Gelnhausen werden seit 2022 von der ADAC-Telenotarzt-GmbH gestellt.

Die Gäste aus Japan erhielten zunächst wichtige Informationen zur Organisation des Rettungsdienstes in Deutschland. Das deutsche System ist je nach Schweregrad des Notfalls in eine Versorgung durch qualifizierte Notfallsanitäter, die bei Bedarf zusätzliche Beratung durch einen Telenotarzt sowie gegebenenfalls auch den Einsatz eines Notarztes direkt am Notfallort gestuft. In Japan besteht dagegen eine sogenanntes „Paramedic-System“; die wichtigste Aufgabe der Sanitäter besteht in einem schnellstmöglichen Transport der Patienten in eine Klinik, wo sie dann erstmals einem Arzt vorgestellt werden können.

Bei einem Blick in einen Tele-Rettungswagen sowie dem Besuch der Telenotarzt-Zentrale konnte sich die Besuchergruppe von dem hochmodernen und leistungsfähigen Gesamtsystem im Main-Kinzig-Kreis überzeugen. Insbesondere die digitale Vernetzung, etwa mit der Leitstelle oder anderen Rettungsdienstbereichen, aber auch die hohe Funktionalität mit Möglichkeit der Audio- und Videoverbindung direkt vom Einsatzort sowie die Live-Übertragung der Monitorwerte des Patienten begeisterte die japanischen Techniker.

Im fachlichen Austausch stellten alle Beteiligten den großen Nutzen dieses Systems für die Notfallpatienten heraus. Dem Main-Kinzig-Kreis wurde durch die Gäste bescheinigt, einen hochmodernen und leistungsfähigen Rettungsdienstbereich zu führen, auch im internationalen Maßstab.

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Eine Delegation aus Japan besuchte die Telenotarzt-Zentrale des Main-Kinzig-Kreises. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Manuel Wilhelm (links), erläuterte die Technik und die Abläufe in einem Telenotarzt-Einsatz.


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